architektur - Ville d`Esch

 Architektur

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ESCH-SUR-ALZETTE eine Stadt in Bewegung ESCH CITY TOURIST OFFICE Données Sanitel : Valeurs nutritionnelles moyennes : Habitants 30 000 Tourisme 135 ha parcs et…
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ESCH-SUR-ALZETTE eine Stadt in Bewegung ESCH CITY TOURIST OFFICE Données Sanitel : Valeurs nutritionnelles moyennes : Habitants 30 000 Tourisme 135 ha parcs et forêts Commerce 814 boutiques LU 4004 Industrie acier et technologies CITY TOURIST OFFICE ESCH/ALZETTE 00352541637 ARCHITEKTUR RUNDGANG Kurzer geschichtlicher Überblick Esch-sur-Alzette wurde 773 zum ersten Mal erwähnt, 1287 erhielt es durch Henri IV Graf von Luxemburg, seinen Frei- heitsbrief. 1311 umgab die Stadt sich mit einem Festungs- gürtel, der 1671 niedergerissen wurde, als Esch seinen Stadttitel verlor. Der Aufschwung der Stadt während der vergangenen 100 Jahren wurde im Wesentlichen durch die Entdeckung 1838 des Eisenerzes, auch Minette genannt, verursacht. Der sys- tematische und industrielle Abbau dieses Erzes erforderte reichliche und qualifizierte Arbeitskräfte. 1796 zählte man nur 696 Einwohner, 1827 waren es deren schon 1050, und ein Jahrhundert später, 1930, erreichte man fast 30.000 Ein- wohner, ein Stand der erst 2010 übertroffen werden sollte. Der Marktflecken Esch-sur-Alzette wurde zur blühenden In- dustriestadt. 1906 erhielt Esch-sur-Alzette ihre Stadtrechte zurück. Esch fand erst 2005 eine neue Identität, als die Regierung des Grossherzogtums beschloss in Esch-Belval das Campus der Universität Luxemburg einzurichten. Heute entsteht dort ein neues zeitgenössisches Stadtviertel, gezeichnet und gebaut nach den Plänen der grössten Architekten Eu- ropas. Das direkte Ballungsgebiet der Stadt Esch zählt ca. 60.000 Einwohner. Der Rundgang beschäftigt sich ausschliesslich mit Archi- tektur aus den Jahren 1880 bis 1930 und betrifft im be- sonderen Gebäude im Stil des Historismus, Jugendstil, Art Deco und frühem Modernismus. Zu den Auftraggebern zählten Deutsche, Belgier, Franzo- sen, Luxemburger. Germanische und lateinische Baustile prägen daher das heutige Stadtbild. In diesem Sinne wurde Esch-sur-Alzette zum Schmelztiegel europäischer Architektur. Der Plan Wirtz-Krasnick schrieb die Srassenbegrenzungsli- nie ab 1906 vor. 1924 entwarf Joseph Stübben, berühmter deutscher Städtebauer, Autor des Buches „Der Städte- bau“ (1895), den Plan zur Anlegung neuer Wohnviertel und zur Verschönerung der schon bestehenden Stadtteile. 5 Einige Grundbegriffe der Architektur Selten wird die Verzierung nur für ihren ästhetischen Wert genutzt; sie ist oft Symbol moralischer, ethischer, Historismus: Architekturstil der Mitte des 19. Jahrhun- religiöser und kultureller Werte, und verschiedener Welt- derts, der bis 1930 gerne für Prestigebauten verwendet anschauungen. wurde. Es ist eine Verschmelzung auf der Fassade eines Gebäudes von verschiedenen Architekturstilen. Die Der Reichtum und die Fülle wurden unter anderem „Neo“ Stile fallen auch in den Bereich des Historismus durch die folgenden Symbole ausgedrückt: Füllhorn, (Neogotik, Neobarock, usw.). Diese unterscheiden sich Draperien, Girlanden, Voluten. von den Urstilen durch das Eindringen von moderner Technik. Die Fruchtbarkeit: Obst, Ziegenböcke, Blumen, Pflanzen und Blätter, Fische, Muscheln. Jugendstil: Architekturstil ab 1880, der bis zum Ende der zwanziger Jahre in Luxemburg Anklang fand. Er bricht Die Macht: Wappenfelder, Löwen, Bären, Säbel, Liek- mit der Kunstgeschichte und der klassischen Architektur, torenbündel, Lorbeer-, Eiche- und Palmenkränze, Me- bringt eine neue Rationalisierung der Wohnfläche und daillons. entwickelt seine Verzierungen indem er sich von den Kurven und Bewegungen der Pflanzen- und Tierwelt in- Die Weisheit: Eulen, Tauben, das Alter, Bücher, heidnische spiriert. Götter Art Deco: dieser Baustil entwickelte sich um 1925, ver- Fleiß: Bienen, Ameisen. schwand aber kurz vor dem zweiten Weltkrieg. Dieser Stil wendet sich einer größeren Raumfunktionalisierung Merkur: heidnischer Gott, Schutzpatron des Handels zu und greift zu immer abstrakteren geometrischen Ver- und der Industrie. zierungen, um diese auf ihre einfachste Form zu brin- gen. Die Flachreliefs setzen sich nach und nach durch. Modernität: nackte Backsteine, Stahlbalken, die auf die Die Verzierungen werden stark von den Pflanzen, den Bautechnik hinweisen, Glasbauten, Zusammenleben abstrakten und mathematischen Linien beeinflusst. von Schmiedeeisen mit Haussteinen. 6 7 Der Architekturrundgang 8 9 1 2 3 4 Wenn Fassaden das Epos ihrer Stadt erzählen (3) N°26, Stadtbibliothek: Gitter im dekorativen Kunststil, Der Rundgang macht Sie über eine Gesamtlänge von 5 ehemaliges Wohnhaus des Escher Architekten Christian km mit einem wertvollen und unbeschädigten Bauerbe Scholl. vertraut. Sie brauchen nur der vorgeschlagenen Route zu folgen und sich an die Bezifferung auf dem anliegen- (4) N°36-40, Architekturkomplex: einheitliches Ge- den Plan zu halten. Da es sich um einen Stadtrundgang bäude von 2 Ecktürmen flankiert; Stuckverzierung im handelt, können Sie beginnen, wo Sie möchten. dekorativen Stil auf rotem Grund; eine Reihe von klein- en Fenstern auf der Fassade geben den Eindruck einer (1) Berwartturm (1721), Rückseite: schöne Steinbrüs- größeren Ausdehnung; vor der N° 46 überqueren Sie tung: Eingangsportalvorbau zum Hof des ehemaligen den Fußgängerweg. barocken Schlosses (1763), gehörte dem Grundherr von Berwart, und wurde 1945 abgetragen. Die Wirtschafts- (5) Square Emile Mayrisch, Brunnen; Denkmal (1933) zu gebäude an der linken und rechten Seite des Turms wur- Ehren des luxemburgischen Ingenieurs, Emile Mayrisch, den 1972 abgerissen. Hinter dem Portalvorbau, rechts: der 1927 Luxemburg weltweit an den siebten Platz als das Familienwappen von Antoine-Joseph von Schau- Stahlerzeuger brachte und Luxemburg als Sitz des inter- wenburg, Herr von Berwart. Hinten: das „Forschungsge- nationalen Stahlkartells bestimmte; gehen Sie in die rue bäude“ des Stahlwerkes ARCELOR-MITTAL. Zwei über- Dellhéicht. dachte Galerien führen links und rechts des Turms zum Verwaltungsgebäude des ARCELOR-MITTAL, das 1990 (6) Das städtische Krankenhaus: zusammen von der nach den Plänen des Architektenbüros Böhm aus Köln Stadt Esch-sur-Alzette und der A.R.B.E.D. Gesellschaft gebaut wurde. Im gleichen Jahr erhielt das Gebäude (heute ARCELOR-MITTAL) (1925-1930) errichtet; Archi- den europäischen Preis für die beste Stahlkonstruktion. tekten: Stadtarchitekt Isidore Engler und Ruppel aus Gehen Sie in die rue de Luxembourg. Hamburg; Kapazität (1930): 200 Betten. Der Bau erinnert stark an deutsche Sanatorien; gesunde Umgebung: (2) N°79-83, Bürgerhaus: N° 79 (1901); Muschelverzier- nach Süden orientiert und inmitten eines großen Parks. ungen über den Fenstern; im ersten Stock Porträtgal- 5 6 erie aus Stein, N° 81: Fenster des Erdgeschosses mit Muscheln-, Blumen- und Ziegenbockverzierungen; N° 83: durchbrochene Balkonbrüstung aus Stein auf vom ionischen Stil inspirierten Säulen ruhend; Mansarden aus Haustein mit Volutenverzierungen; gehen Sie links in die rue Emile Mayrisch. 10 7 8 9 (7) Dellhéicht Grundschule (1916); Architekt: Paul (9) St. Joseph Kirche (1873) erbaut durch Staatsarchi- Wigreux aus Esch; erinnert an deutsche Architektur; tekt Charles Arendt, die Pläne wurden von dem Vater an den Ecken zieht sich die Bausubstanz der unteren der Neogotik, Violet-le-Duc (Frankreich), gutgehies- Stockwerke zurück; gute Beleuchtung und Durchlüftung sen; Kirche im französischen neugotischen Stil, die durch die großen Glasfenster; Hauptbau durch zwei Kirchtürme erinnern an die Kathedrale von Meulin: die Türmchen mit Kuppelaufbau deutlich hervorgehoben; Hauptfassade ist eine Deklination der heiligen Ziffer “3“, eine Galerie verbindet den Hauptbau mit der Turnhalle; die an die Trinität erinnert: die Fassade ist in drei Teile, an der Ecke gehen Sie links in die rue de l’Hôpital, dann drei Eingänge und drei Nischen eingeteilt in deren Mitte links in die rue du Fossé. die Statue der heiligen Jungfrau mit dem Kind zu sehen ist, und die rechts und links von zwei kerzentragenden (8) Jungengymnasium: ehemalige Handels- und In- Engeln flankiert ist. Des Weiteren erkennt man Dreipässe dustrieschule (1909); Stadtarchitekt: Paul Flesch; monu- und eine Fensterrose mit 12 Blättern; verschiedenartige mentales mit Eckrisalitten versehenes Gebäude im fran- Verzierungen mit Motiven einheimischer Pflanzen; die zösischen „Stil der Schönen Künste“ welcher auf den unteren Fenster des Mittelschiffs wirken streng, die Fen- Reichtum hinweist, zu welchem eine Ausbildung in die- sterrosen des oberen Teils der Fassade wirken dagegen ser Schule führen sollte. Am Vorbau erkennt man über weniger schwerfällig. Das relativ hohe Mittelschiff ist dem Segmentboden das Wappen der Stadt Esch-sur- durch Strebebögen mit den Seitenschiffen verbunden, Alzette inmitten Siegespalmen; 2. Stockwerk: Merkurs diese Strebebögen erreichen die Strebepfeiler in Höhe Kopf verziert das mittlere Fenster; weibliche Köpfe verz- des Daches der Seitenschiffe. Beachtung finden auch ieren die Fenster links und rechts; die vom ionischen Stil die zwei Seitenkapellen. Das Kircheninnere mit seinen beeinflussten Säulen des zweiten Stockwerks ruhen auf lebensgroßen Heiligenstatuen, seinen farbigen Kirchen- Löwenköpfen welche Pinienzapfen im Mund halten; fenstern und beeindruckenden Wandmalereien kann links und rechts von diesem Vorbau ist die Fassade in besichtigt werden. Es ist ein Werk von Pierre und Al- jeweils drei Segmente zu drei Fenstern eingeteilt. Die phonse Kemp; die Orgel stammt aus der luxemburger Einteilung erfolgt durch vom ionischen Stil beeinflusste Flachsäulen, an den Eckrisalitten sind es deren vier. 9 9 Damit dieses Gebäude monumentalen Charakter er- hält liegt es an der Hinterseite eines großen Hofes der rechts durch das Wohnhaus des Rektors und links durch die Pförtnerwohnung begrenzt ist; gehen Sie rechts in die rue du Fossé und dann in die rue de l’Eglise. 12 13 9 10 11 Westenfelder Manufaktur. Folgen Sie der rue de l’Eglise bis zur Grand’Rue, gehen Sie rechts in die rue St. Vin- cent bis runter zum Place Boltgen. (10) Place Boltgen: sein Brunnen spielt auf das Eisen, den Hauptreichtum der Stadt, an; gehen Sie links in die rue du Commerce, dann rechts zur Place de l’Hôtel de Ville (Rathausplatz). (11) Rathaus (1935-1937); Staatsarchitekt: Isidore En- gler; Bildhauer: Claus Cito, Hary Frères, Albert Kratzen- berg, Wenzel Profant und Aurelio Sabbatini; verziertes Mitteltympanon: links erkennt man im Flachrelief das Stadtbild mit der St. Joseph Kirche und dem Rathaus, in der Mitte das Wappen der Stadt Esch-sur-Alzette, das links von einem Bergarbeiter und rechts von einem Metallarbeiter getragen wird; rechts die Flachreliefan- sichten der Hüttenwerke der Stadt; unter dem Tympa- non die Landesdevise „Mer welle bleiwe wat mer sin = Wir wollen bleiben was wir sind“ vom Bildhauer Euralio Barbadori; die inzwischen entfernten schmiedeisernen Eingangstüren waren ein Werk Carlo Passonis; Flachre- liefe zwischen den Fenstern des ersten und des zweiten Stockwerks: von links nach rechts sehen Sie Darstellun- gen der Industrie, der Wissenschaften, des Sports, des Unterrichts, der Architektur und des Städtebaus, der Elektrizität, der Metallindustrie, der staatlichen Fürsorge, der Landwirtschaft, des Grubenbetriebes, des Garten- baus; Hinterfassade: großes Glasfenster des Ehrentrep- penhauses (Künstler: Linster aus Mondorf-les-Bains); ge- hen Sie zurück auf den Platz, biegen Sie in die rue de l’Alzette ein, die 1992 nach den Plänen von Th. Sieverts, Professor in Bonn, R.F.R. Peter Rice aus Paris und Martin Françis in eine Fußgängerzone umgestaltet wurde. 12 13 14 (12) N° 5-9, Sichel Haus: die westliche Seite wurde 1909 prägt; im dritten Stock: Terrassen und Falkenrelief, die und die östliche Seite 1924 erbaut; Architekt C. Dietri- Fensterrahmen werden durch stilisierte Bandmotive ver- ch aus Neustadt an der Hardt (heute Neustadt an der ziert; im vierten Stock: stilisierte dorische Säulen. Weinstrasse, Bayern); das Gebäude wird durch 2 Türme eingeteilt; in deren Mitte erkennt man einen Dachreiter (15) N° 57, neugotisches Haus: 1909 erbaut; alle Vari- aus Kupfer; große Glasfenster im ersten Geschäftsstock; anten dieses Stils finden hier Verwendung: Kielbogen, Verzierungen auf der ganzen Fassade verherrlichen stark gewölbte Bogen, Dreipässe, Fialen mit Phanta- die Arbeit; Obstgirlanden; Reliefe auf dem linken Turm siewappen, Kreuzblumen, versteinerte Rosen, Wim- stellen einen Bildhauer, Merkur und die Wissenschaften perg mit Krone und Wappen mit der Jahreszahl und dar; auf dem rechten Turm wird ein Bergarbeiter, eine dem Monogramm des Besitzers; unter dem Wappen: Schmiede, und die Feldarbeit gezeigt; Eingang zum ein Spruchband ohne Devise; verzierte Fensterrahmen; Privatteil des Gebäudes: Bullauge mit einem Phanta- die Fassade wird durch Flachsäulen deren Kapitäle mir siewesen, Medaillons mit Bienen, Symbol des Fleißes Masken verziert sind, in Segmente eingeteilt. und Tüchtigkeit. (16) N° 61, Jugendstilhaus: Fassade mit weiß-emaillierten (13) N° 4, Ertragshaus im „Nanziger“ Jugendstil: Verz- und lichtreflektierenden Backsteinen und hellfarbigen ierungen: Kastanienbaumblätter; links und rechts vom Hausteinen; Pflanzenmotive dienen der Verzierung, Balkon im zweiten Stock erkennt man Pfauen; ebenso über dem durch eine Jugendstil Fensterrose gesch- über der Balkontür; Verzierungen der Balkongitter: Son- mückten Privateingang befindet sich eine korbförmige nenblumen. Balustrade; Pinakel mit gotischen und Jugendstil an- mutenden Elementen; Eindruck, dass das Gebäude mit (14) N° 55, Haus im Art Déco Baustil: Architekt : Nicolas- Pflanzen überwachsen ist. Schmit-Noesen. Die Fassade des Erdgeschosses und 15 16 des ersten Stockwerks ist mit weißem Marmor bekleidet; im ersten Geschäftsstock: große Glasfenster, stilisierte und von der Natur beeinflusste Hoch- und Flachreliefs, ab dem 2. Stockwerk erheben sich an den Ecken Vor- bauten, welche durch ihre Reliefs auffallen; links ein junger Mann mit der Schlange von Äskulap (dieser Teil des Gebäudes gehörte einem Drogisten) und rechts erkennt man eine auf Knien sitzende junge Frau (die Schönheit), die sich die Schuhe zubindet (dieser Teil ge- hörte einem Schuster); das etwas zurückliegende Mit- telteil des Gebäudes wird durch Schlangensäulen ge- 17 18 19 19 (17) N° 65, Ertragshaus im Gotik- und Jugendstil: Fas- Staatsmänner Pointcarré und Albert I. Die Besatzer sade aus gelben Backsteinen und hellen Hausteinen; während des 2. Weltkrieges haben die Antlitze dieser Erdgeschoss: Privateingang: eine Kreuzblume und ein Staatsmänner entfernt. Fassade zur rue du X Septembre Wappen krönen das Tympanon im Renaissancestil. Die- besteht aus zwei Teilen: rechts erkennt man ein leicht ses ruht auf zwei Säulen die jeweils von zwei mittelal- vorspringendes Türmchen mit flämischer Kuppel, das bis terlich anmutenden Köpfen getragen werden; erstes in den zweiten Stock hineinragt, die Fenster dieses Teils Stockwerk: Fenster mit Dreipässen und Wappen; zweites der Fassade sind mit Masken menschlicher Gesichter Stockwerk: Fenster mit Wappen und Spruchbändern verziert; die Formen der Fensterrahmen tragen zu der ohne Devise; reichlich verzierte Mansarden aus Haus- Bewegung der Fassade bei; der obere Teil des dritten tein; das Gefälle vom Dach bis zur Mansarde ist aus Stockwerks ist aus Hausteinen erbaut; im Erdgeschoss Stein. befindet sich der Privateingang; linke Seite: rote Back- steine, Hausteine und farbenreiche Keramiken; das (18) N° 67, Ertragshaus im neugotischen Stil: aus weißen Geison zeigt ionische Stilelemente; Fassade zur rue de Backsteinen und hellen Hausteinen erbaut; Pinakel über l’Alzette: der Privateingang wird durch den Kopf des dem Privateingang; Konsole mit vom Jugendstil beein- Gottes der Himmelsmächte (Blitz) und der Zeit (San- flussten Blumenverzierungen; gotischer Giebel mit zwei duhr) gekrönt; das Treppenhaus ist zur Straße hin ori- Fenstern unter Dreipässen; zwischen dem ersten und entiert (=Verlust von Wohnfläche, die oft teuer an der zweiten Stock: gotische Fischblasenverzierungen. Straßenseite ist); zwischen dem zweiten und dem drit- ten Stock erkennt man einen männlichen Kopf, der gen (19) N° 90, Eckhaus (1915); drei Stockwerke aus roten Himmel schaut; diese Fassade ist die gleiche wie die zur Backsteinen, weißen Hausteinen und mit Keramikver- rue du X Septembre. zierungen; Unternehmer: Chilot; Ecke: zwei Konsolen im Renaissancestil auf gotischen Kreuzblumen ruhend; (20) N° 91, Ertragshaus im modernisierten Louis XVI-Stil: über der Eingangstür des Geschäfts erkennt man den Verzierungen: Obstgirlanden, Kreuzbandornamente, Kopf Merkurs, dem Schutzherr der Geschäftsleute; oben: Muscheln; im ersten Stock: Loggia mit zwei toskanisch- Balkon, rechts und links Darstellung von Feuertöpfen. An en Säulen; Fassade mit Flachsäulen, die ionische Kapi- den Balustraden Inschriften: links „labor“ (Arbeit) und telle haben; das markante Gurt-Geison zwischen dem rechts „pax“ (Frieden); auf den oberen Stockwerken ersten und dem zweiten Stock erweckt den Eindruck, zieht sich die Balkonbreite allmählich zurück um dem das zweite Stockwerk liege ein wenig zurück. Gebäude hochstrebenden Charakter zu verleihen. Die 20 Mansarde aus Haustein trägt die Jahreszahl; an der Fas- sade erkennt man zwei Leere Kartuschen: hier befan- den sich die Büsten der französischen und belgischen 20 21 22 24 (21) N° 96, Gebäude im Jugendstil: aus weißen Haus- (23) Stadttheater (1959-1962): Stadtarchitekt: Robert teinen erbaut, zwei weibliche Köpfe mit wehendem van Hulle: Gebäude dessen Aussehen durch große langen Haar tragen den Balkon des ersten Stocks; un- Glasfenster charakterisiert wird: Gebäude mit abges- ten: ein großes Glasfenster. tumpfter Ecke: Verzierungen: vielfarbige Keramiken: Kapazität: 709 Plätze; kulturelle Veranstaltungen: Kun- (22) N° 119-123, drei Ertragshäuser unter einer einheitli- stgalerie, Theater, Konzerte, Opern, Ballette, Musicals, chen Fassade: Fassade zur rue Dicks: Wechsel von im Variétés, Vorträge, Filmvorführungen; Theaterfoyer und ersten Stock stark vorspringenden und ab dem zweiten Theaterstiffchen: Kunstausstellungen. Stock leicht vorspringenden Balkonen; diese Technik verleiht dem Gebäude mehr optische Höhe; massives (24) N° 135, Eckgebäude: aus Haustein errichtet; im Gesims, das Louis XVI-Stilelemente zeigt; Erdgeschoss: ersten Stock: korbförmige Balkons, die in den oberen Kopf eines Phantasiewesens über dem Geschäftsein- Stockwerken weniger breit sind; großes Dachgesims gang; Fassade zur rue de l’Alzette: die gleiche Fassade verziert mit Ziegenköpfen, welche Girlanden im Mund mit einem von Eulen (Weisheit) getragenen Balkon; die halten und rund um die Ohren hängen; gehen Sie links Konsolen zeigen zwei Medaillons: links erkennt man den in die rue du Brill, und dann rechts in die rue Zénon Ber- Soldatenkönig Albert (der Besitzer des Gebäudes war nard. ein Belgier) und rechts sieht man einen römischen Sol- 23 daten mit dem Lorbeerkranz; Erdgeschoss : über der Eingangstür lehnt sich ein Phantasiewesen mit Hörnern gegen das korbförmige Balkon; im ersten Stock sieht man einen kleinen Erker; unter dem Fenster des zweiten Stocks taucht ein Phantasiewesen aus Akanthusblättern auf, das zwei Fische im Mund hält (typische Verzierung der Thermalarchitektur im 19. Jahrhundert); zwischen dem zweiten und dem dritten Stock sieht man einen mit Girlanden umgebenen Ziegenbockkopf, und zwischen dem dritten und dem vierten Stock (Dachgeschoss) erkennt man Jakobsmuschelverzierungen. 22 25 (25) N° 65, Jugendhaus: ehemaliges Wohnhaus im ital- ienischen Liberty-Style; 1907 erbaut für den italienischen Lebensmittelgrossisten Olivio Moise. Seine Initialien „OM“ wurden später in „CM“ umgewandelt, um den Namen des neuen Besitzers darzustellen (Charles Meder). Leich- ter Vorsprung unter der Kuppel mit Kreuzblume; Zeus mit Bart inmitten Eichen und Lorbeerästen; Jahreszahl; Steinklammern (hier: rein schmückend); Füllhörner und Weintrauben am Fuß des Vorsprungs; hufeisenförmige Mansarden; Geison aus Haustein und zugleich Zink- geison mit Akanthusblattverzierungen; Hauptfassade: Keramiken mit Sonnenblumenmotiven in Hausteinrah- men; die Fens
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