Zeitschrift Für Ethnologie Volume 1 Issue 1869 -- Urgeschichte Des Schleswig-Holsteinischen Landes

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Thl. Iby v. Maack
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  Urgeschichte des Schleswig-Holsteinischen Landes, Thl. I by V. Maack Zeitschrift für Ethnologie, 1. Bd. (1869), pp. 321-324Published by: Dietrich Reimer Verlag GmbH Stable URL: http://www.jstor.org/stable/23028745 . Accessed: 19/05/2014 12:28 Your use of the JSTOR archive indicates your acceptance of the Terms & Conditions of Use, available at  . http://www.jstor.org/page/info/about/policies/terms.jsp  . JSTOR is a not-for-profit service that helps scholars, researchers, and students discover, use, and build upon a wide range of content in a trusted digital archive. We use information technology and tools to increase productivity and facilitate new formsof scholarship. 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Mflller (Ethnographie) anf Or und des von Dr. Scherzer gesam melten Material's 1868), der von Morton aus kraniologischem GesicTitspuniit begrftn-. deten Ansicht ,,die weitere Bemerkung hinzu, dass die Idiome der Eskimo's in der That von den amerikanischen Sprachen abweichen und sich an die Spraeben desnordost lichen Asien anlehnen. (S. 123). Gerland: Das Aussterben der NaturvOlker. Leipzig 1869. Eines jener Biicher, die man als werthvolle Gabe auf dem Gebiete der exacten Wigsenschaften ent gegennimmt. Ein reichlicher Schatz von Materialien, in treuer und gewissenhafter Weise gesammelt, ist darin niedergelegt und in tibersichtlicher Weise zusammengesteUt. Mit den von dem Verfasser gezogenen Folgerungen stimmen wir freilich nicht immcr flberein, doch bleibt dies nur erfreulich, weil nichts besser geeignet ist, eine Wissenschaft wirksam zu fordern, als Meinungsverschiedeniieit und Kampf der Ansichten. Moge die Ethnologie nocli geraume Zeit vor jenem Stadium der Stagnation bewabrt bleiben, wo die Ja-Manner regieren, und so lange Manner, wie Agassiz, Darwin, Quatrefages, Huxley, Broca, von Bahr u. s. w. ihre selbststandigen RicMungen vertreten, braucbt man keinen Stillstand zu furchten. V. Maaek: Urgeschichte des Sclileswig-Holsteinischen Landes, Thl. I., Kiel 1869. Der Leser erfahrt in tlcn ersten Zeilcn der Vorrede, dass der Verfasser „eine neue Methode der historischen Forschung in die Wissenschaft praktisch eingefiihrt habe, und wird auf eine citirte Kritik verwiesen, die zu bequemer Vergleichung neben gestellt ist, indess keineswegs in solcher Weise verdienstvolle Vorganger ignorirt, sondern nur sagt: dass der Weg des Verfassers „ziemlich neu sei, und dass er fur „das Belreten eiaer neuen Balm im Kleinen einen Anstoss gegeben habe. Das wird gerne anerkannt werden, da das Bueh eine Menge schatzbarer Beobachtungen bietet, aber die schon in der Vorrede auftretenden Praetensionen storen leider auch zu haufig auf den apateren Seiten. Fiir den Geistder „neuen Methode giebt es Niclits Wideretrobenderes, als das Aufstellen solch apodictischer Behauptungen, wie sie jedes Capitel des Buehes briagt. Dergleichen Ab sprecben ist leieht gentig, das Papier ist geduldig und der Leser, der keine Specialstudien gemacht hat, nimmt die Worte, wie sie vor ibjn stelien, wabxend der Fachmann ein halb populaires Buch ignorirt Was in geoiogischen und anderen Fiichern im Sinne der neuen Methode geliefert ist, stellt der Verfasser tibersichtlich zusarameu, und es ist dankens werth, die Untersuchungen Forchhammer's fiber die SteinaWschicht, den mit den Scheereii gehobenen Meeresgrund, die Diinenkettcn u. s. w., Nilsson's fiber das Gallertmeer, Reds lob's fiber Pytheas' Reieen und seinen y js negio&og neben einander zu linden, indess sind alle diese Detailarbeiten noch lange nicht zum Spruehe reif, dessen endliche Fallung sia vorbereiten, und es wfirde ein prinzipieller Gegensafcz z»r „neuen Methode sein, auf diesem noch schwankendem Boden naturwissenschaftlioher ErgebniSBe, jetzt bereits Systeme historischer Construction anfzubanen. da solche bald wieder einsinken rnussten. Der Durchbruch des Canal's, wo fit der Verfasser die mohrfach gegebenen Citate aus alten Chronisten und Legenden mit den neuen EorSchungen vergleicht, und ihr etwaiger Zu saramenhang mit gallischen (oder cimbrischen) Wanderungen ist schon vielmals fruher verauthet und gedeutet worden. Entscheidbar sind die aus diesem Problem resultirenden Fragen auch heute nicht, und so wenig den Beobachtungen fiber die durch die Fluth be* dingte Richtung der Flussmfindungen, fiber die Marschbildung, die Geestrficken, fiber das Zeitscbrift fiir Ethnologie, Jahrgang 186'J. 21 This content downloaded from 193.105.154.40 on Mon, 19 May 2014 12:28:33 PMAll use subject to JSTOR Terms and Conditions  322 fraher kaltere Klima ihre partielle Beweiskraft abgesprochen werden darf, so berechtigen sie doch noch lange nicht dazn, ein Facit zu Ziehen. Der „neuen Metbode gfelten alle Hypothesen fur hob], so lange sie nicht mit einem festgezimmerten Geriist der Thatsachen ausgefilllt sind, um als sichere Stiitze zu dienen. Man hat einmal den Geschmack daran verlorea sich aus frtihzeitiger Hast mit unreifen Fruchten den Magen zu verderben, wie sie die alte Methode zu Markte brachte, die, jeden Augenblick zum Schiedsspruche fertig, mit Machtsprtichen die Welt construirte. Erst wenn wir auf alien Theilen des Globus, anf Budlicher und nordlicher, auf ostlicher und westlicher Hemisphere, die Bildung aller und jeder Meerenge, Canale, Durchbriiche genau und scharf bis in's kleinste Detail verfolgt haben, wenn wir in den bis jetzt noch unentwirrt verschlungenen Stromungen und Fluth wellen der Meere den Knoten des einheitlichen Zusammenhanges methodisch aufgel&st und klar von dem gewonnenen Standpunkt der Mitte aus durchschaut haben — erst dann konnen wir zu den daraus resultirenden Folgewirkungen im Partialgehiet des nordi schen Ocean's zuruckkehren, um iiber einen frtiheren Durchbruch des Canal's unsere definitive Entscheidung abzugeben. Ob die endliche Losung dadurct noch Jahrzehnte oder vielleicht Jahrhunderte herausgeschoben werden sollte, darf uns nicht kummern. Jedenfalls wire r3 nutzlos eine Vollstandigkeit zu simuliren, die sich bald genug als ge fijschte entlarven mQsste, und statt ihre Schwachen zu maskiren, strebt die „neue Methode vielmehr dahin, sie moglichst herauszukehren und hervorzuheben, damit sie um so rascher verbessert werden. Dass Wesseln (statt Oesel oder Oisilia) Basileia sei und Abalus Aebeloe (etwa auch Pomona insula, aliter the Mainland, sic dicta quasi, the Middle of the Apple, because it lies betwixt the North and South Isles), darin sieht der Verfasser unerschutterliche Axiome, auf deren Stufen man furchtlos und ungescheut, emporsteigen moge, aber so fiirdernd Redslob's Untersuchungen auch zweifelsohne gewesen sind, so wird seiner Identificirung Thule's mit Thyloe zun&chst nur der ephemere Werth zuzuge stehen sein, wie seiner Zeit Barry's „Thule seems to have been Fula (voa Mela dem Strand der Belgae gegenUbergestellt), neben hebridischen Oopae, unter hundert ahnlichen Voraus setzungen, und die Nerthus-Inseln werden nach einigem Ausruhen auf Oldenburg-Fehmaru (worin Stammesreste des niirdlichen Marionis oder Marion liegen sollen) nach 1869 ahn liche Wanderungen beginnen, wie vorher. Wenigstcns mussten schlagendere Griinde vor gebracbt werden, als die des Verfasser's, der uns zur Stiitze des Angelpunktes, um den sich so ziemlich Alles dreht, nach „oben verweis't, wo sich dann diese Stiitze als sub jective Ansicht des Herrn Schriftsteller's ergiebt. Fiir solch tappische Listen ist die Zeit vorbel, und die „neue Methode hat keine Musse fiir Autoren, denen es nicht um die Sache, sondern nur um ihre Beweisfiihrung zu thun ist. Alle die Erorterungen S. 56—63 und S. 81—88 sind bypothetische Kartenhauser, die Jeder nach Belieben umstossen und mit ver andertcr Scenerie wieder aufbauen kann, wenn er ein paar Stunden Zeit opferu will, um die excerpirten Ausspruche der Classiker nach derSchablone eines neuen Geduldspiel's in einander zu stecken. In Bestimmung der Berusteinlander riihrt die Verworrenheit hauptsachlich davon her, dass die einseitigen Vork&mpfer fiir Nord- oder Ostsee in ihrer Farteileidenschaft jede Concession verweigern. Wiewohl aber der Handel eine Zeitlang nach der Nordsee gerichtet gewesen sein wird, so scheint doch aus Tacitus hervorzugehen, dass die letzte Be schreibung nur auf die Ostsee passt, schon deshalb, weil er selbst den dortigen Aufkauf des Bernstein's, als erst in jfingster Zeit (nuper) Statt gehabt bezeichnet, also nicbt von Handelsplatzen reden konnte, die seit Hunderten von Jahren besucht gewesen (wenn nicht zeitweilige Unterbrechung Statt gefunden). Die Columbarien Schlesien's und Branden burg's zeigen die Anwesenheit romjscher Kaufleute, deren Mflnzen Trebnitz mit Hegetmatia (Massel) identificirt haben. An die Munzen Nero's bei Diersdorf und Kletzke reiht sich der Bernsteinfnnd im Heidengrabe von Naraslau an. Bohmeu, wo sich trotz des Krieges, Handelsleute am Hofe des Marobodus niederliessen, scheint nach den bei Lichen ge fundenen Goldmiinzen (aus der Zeit Alexander M.) schon frflh besucht. Fiir phonizische This content downloaded from 193.105.154.40 on Mon, 19 May 2014 12:28:33 PMAll use subject to JSTOR Terms and Conditions  323 Colonien in Iberien und Gallien mag die Nordsee auf herakleischen Handelswegen, die auch das Zinn in den Waaren Ton Tarsbish (b. Ezechiel) erscheinen lassen, naher gelegen haben, als sich aber die Nachfrage des kostbaren Materiales, mehrte und Nero, selbst eine besondere Mission dafur aussandte, so wandte man sich von der nur eine Production von 3000 Pfd. per Jahr liefernden Kttste der Nordsee nach den Gestadeti der Ostsee, wo ja.hr? lich 50,000—60,000 Pfd. (s. Runge) gewonnen wcrden. Aus alter Gewohnheit dauerte der Handel nach der Nordsee gleichzeitig fort, so dass der Identificjrung von Tirniug' Burcana (b. Plinius) mit Borchum Nichts im Wege stande, obwohl auch dann von dem Wege durch Pannpnien ans adriatische Meer gesprochen wird und der Name Glessaria auf Au&travia erst ilbertragen sein soli. Auch kOnnten schon die hellenischen Colonien am Pontus langs des Electronflusses des Dionys. Hal., dem Pantikapes, den Herodot in den Borysthenes mfinden lasst, und den Aldeskos nach der samltadischen Kiiste gehandelt haben, obwohl die Wirren seit den mithridatischen Krieg en diesen Weg zur riimischen Kaiserzeit unfahrbar gemacht hatten. Im Netze-District wurderi Munzen (vor Olymp 85 gepr&gt) gefunden. Verbindungen zwischen der preussischen Kiiste und den grieehischen Colonien am schwarzen Meer beweisend (s. Levezow). Das bringt auf „den Naturweg des alten Handels, (wie Brehmer sagt: „Die Natur selbst rief und leitete den altesten Welt handel vom sohwarzem Meer zum baltischen Meer ), den islandiSchen Veslarweg (oder Austerveg), auch von Nestor beschrieben, der schon zu Ktesias Zeit (360 a. d.) den Bern stein nach Indien fiihrte, und wahrend des ganzen Mittelalter's, selbst nach der Ilm schiffung des Cap, benutzt wurde, wie die von den Migsion&ren in Tibet getroffenen Armenier bewesisen, die von dem Besuche KSnigsberg's zuruckkehrten. Nach Edrisi ge Bchah.es nur selfen, dass arabische Kaufleute zum Meere der Finsterniss kamen, doch deuten die Samanlden-Munzen genugsam die Handelswege an. In Konigsberg wurde (nach Kriise) eine altgriechische Miinze aus Athen gefunden, im Samlaod (nach Bayer) erne rhodische Miinze (1707), eine Bronzefignr aus Cyrene in Livland, sowie Mttnzen aus der Zeit des Demetrius Poliorcetes und altgriechische Bronze-Munzen an Samogitischer Kuste (s. Wiberg). Auch Phoenizier miigen Theil genommen haben von der civitas Tyros,, colonia Phoenicum, am Flusse Tyras (s. A mm. Marcell.) oder Colchier, als deren Colonie Pola in Istrien gait, wfthrend den Yenedae an der Weichsel die Veneti am Po entsprachen. Wie in Dithmarsen gefundene Gefasse etruskische sein sollen, so meinte Dippel in den 1710 auf Bornholm gefundenen Goldbiidern (s. Melle) Sigyptisehe Motive zu erkennen. Was den Eridanus betrifft und verwandten Tanais (von Jamblichos mit Anaitis combinirt) oder Danubius (Tanaus, Tanaos, Tanaro, Tanetum, Tanatis u. s. w.), so liat sich der Ver fasser die Sache sehr leicht gemacht, durch volliges Ignoriren Alles dessen, was von Klaproth bis Ytvien Saint-Martin mit dem ganzen WissenBapparat dieser vielseitigen For scher dariiber geschrieben ist. Nach dem Wahlsprtich: Was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss, zieht der Hitter von der Feder mit Don Quixotischen Ungestfim gegen ein antiquirtcs Ueberbleibselchen der veralteten Etymologie zu Felde und rennt seinen Feind triutnpbirend iiber den Haufen, aber kein Wort vom ossefcischen Don, dem saner. Dhftni (V. dhu) mit dem verwandten Zend, von rudh und.rud (s. Pictet), von sru (s. Rawlinsen) u. s. w. Ob das Wort als gaelisches oder celtisches bezeichnet wird, statt, wie sonst als scythisches, macht bei der vagen Yerwendung soleher Epitheta keinen grossen CJnterschied, und Forbiger, der den letztern Auedruck hat, verwendet ebenfalls schon abwechselnd den andern. Pausanias (ohnedem keine geographische Autoritat ausserhalb seines Hellas) sagt, dass die Galater (die friiheren Kelten) an einem grossen Meere wohnten, das aller dings zunachst als die Nordsee zu fassen ist. Ihr Land erstreckte sich indess (nach der Ansicht Diodor's) bis zum Scythenlande, also die Ostsee entlang, und wenn vom Eridanos nur ausgesagt wurde, dass er durch ihr Land geflossen, so bestande fflr Aristoteles Identi ficirung mit detri Rhodanus, dem Apollonius Rliodius als Nebenarm betrachtet, dieselbe Moglichkeit, wie fttr die Yerlegung nach der Rhodaune (auch der Memel oder Wilia, als 21-* This content downloaded from 193.105.154.40 on Mon, 19 May 2014 12:28:33 PMAll use subject to JSTOR Terms and Conditions
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