XXV. Jahrgang Nr.10-11

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Joh. E. Keller Bibliothek Weg zur Wahrheit XXV. Jahrgang Heft Nr.10 u. 11 Das vierte Weltreich am Tag des Herrn „Ich sah fortwährend zu um der großartigen…
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Joh. E. Keller Bibliothek Weg zur Wahrheit XXV. Jahrgang Heft Nr.10 u. 11 Das vierte Weltreich am Tag des Herrn „Ich sah fortwährend zu um der großartigen Reden willen, die das Horn führte; ich sah zu, bis daß das Tier getötet und sein Leib umgebracht und dem Feuer zur Verbrennung überliefert ward. Auch der andern Tiere Gewalt verging, und ihre Lebensdauer ward ihnen auf Zeit und Stunde bestimmt.“ (Dan.7,11-12) Inhaltsverzeichnis Seitenzahl im Jahrgangsheft 1. Das Vernichtungsgericht über die vierte Weltreichsherrschaft am Abschluß der Übergangszeit im Krieg zu Harmagedon a) Das Wirken der vier Gerichtswinde für die Vollendung des Zorngerichts Gottes 325 b) Die geistige Ausgestaltung zur Gerichtsreife 330 c) Die Vollendung des Zornes Gottes in den sieben letzten Plagen 331 d) Der letzte Kriegszug des letzten Königs des vierten Weltreiches nach dem Südreich Äypten 333 e) Die Zeit des Untergangs des vierten Weltreiches 335 f) Das Vernichtungsgericht über die gottfeindlichen Völker der vierten Weltreichsherrschaft 347 g) Das Vernichtungsgericht über das Volk Assur 352 h) Das Vernichtundgericht über das Volk Babel 363 i) Die geistige Bedeutung des Wortes „Babel“ und das geistige Gericht über Babel 368 k) Das Vernichtungsgericht über den Fürsten Gog 373 l) Das Vernichtungsgericht über das Volk Edom 376 m) Das Vernichtungsgericht über das Volk Ägyptens n) Das Vernichtungsgericht über das Volk Moab 378 o) Das Vernichtungsgericht über die Philister 382 p) Das Vernichtungsgericht über die Völker Tyrus und Sidon 384 q) Das Gericht über das Land des Flügelgeschwirrs 386 r) Das Vernichtungsgericht über Arabien, Elam und anderen Völker 389 s) Das Vernichtungsgericht über das Volk Ammon 390 t) Das Vernichtungsgericht über das Syrervolk 391 (Fortsetzung von Heft Nr.06 u. 07, XXV. Jahrgang) Seite 326 im Jahrgang entsprechen dem Jahrgangsheft mit älterer Schrift Seite 325 Das „vierte Weltreich“, das „Volk Gottes“ und die „christliche Gemeinde“ am Abschluß der Übergangszeit von der vierten Weltreichsherrschaft zum ewigen Reiche Gottes Jahrgang XXV/10-11 -2- 1. Das Vernichtungsgericht über die vierte Weltreichsherrschaft am Abschluß der Übergangszeit im Krieg zu Harmagedon a. Das Wirken der vier Gerichtswinde für die Vollendung des Zorngerichtes Gottes 1. Das Nordreich Syrien – Vorbild und Erfüllung Die Übergangszeit von der vierten Weltreichsherrschaft zum ewigen Reich Gottes ist eine an Ereignissen reich ausgefüllte Zeit, wie es vordem, seitdem Menschen auf der Erde wohnen, keine solche gegeben hat. Dieser Abschnitt der letzten dreieinhalb Jahre dieser Weltzeit hat als Abschluß der Übergangszeit besonders darum so große Bedeutung, weil in demselben sich alle Gerichte auswirken, die von den Propheten, Jesus und den Aposteln für das Ende der Weltzeit geweissagt wurden. Diese Übergangszeit hat Gott in erster Linie zu dem Zweck bestimmt, daß in dieser letzten Epoche der Herrschaftszeit des vierten Weltreiches die Völker dieses Reiches, sowie das im Götzendienst abgefallene Volk Gottes und der fleischlich gesinnte Teil der christlichen Gemeinde sich bis zur vollen Gerichtsreife entwickeln sollen. Nach Gottes Ratschluß ist es aber auch die Zeit, in der sich an allen Völkern der vier Weltreiche alle Gerichte auswirken müssen, die einerseits zur Vernichtung alles gottlosen Wesens dienen und anderseits zur Aufrichtung des ewigen Reiches Gottes mitwirken müssen. Seite 326 Wir kommen darum in der Weiterbetrachtung zu den Schriftzeugnissen, in denen dieses Gericht Gottes ausführlich geweissagt ist. Nach einer Erklärung über die Bedeutung der vier Winde für diese Gerichtszeit ist das Gericht über das vierte Weltreich, als über das Tier mit sieben Häuptern und zehn Hörnern und alle übrigen Völker behandelt. Über die Machtstellung des kleinen Hornes und Tieres bezeugt der Prophet Daniel in Kap.8,9: „Das (kleine Horn) tat außerordentlich groß gegen den Süden und gegen den Aufgang und gegen das herrliche Land.“ Derselbe Prophet schildert in Kapitel 11 das Ereignis des „Endes“ als Kampf des südlichen mit dem nördlichen König in unmittelbarem Anschluß an die Schilderung der Zerteilung des Reiches Alexanders des Großen in vier Teile und des Weiterbestehens von zwei derselben, dem des Nordens (Dan.11,40) und dem des Südens (Dan.11,25.29.40). Man kann die Verse 21-35 vorbildlicherweise in Antiochus Epiphanes, dem syrischen König, erfüllt sehen; zugleich ist man aber genötigt, die Ereignisse in der letzten Zeit erst in ihrer Erfüllung zu sehen, schon darum, weil mit dem Greuel der Verwüstung auf die letzte Jahrwoche von Dan.9,27 hingewiesen ist. Von Vers 36 ab haben wir es aber unzweideutig nur mit dem letzten Weltherrscher des letzten Weltreiches zu tun; denn das dort Gesagte steht in direktem Zusammenhang mit dem in Kapitel 12 geschilderten Ereignis, wenn sich der Fürst Michael zur Wiederherstellung des Volkes Gottes erhebt. Jahrgang XXV/10-11 -3- Dieser Übergang von dem syrischen zum letzten Herrscher des vierten Weltreichs wundert uns nicht, wenn wir sehen, wie Israel in der Endzeit im „Lande des Nordens bei der Tochter Babel“ wohnt (Sach.2,11; Mich.4,10; Jes.48,20; Jer.50,8). Auch das syrische Nordreich besteht eben in den Völkern Assur-Babel-Chaldäa des römischen Reiches weiter. Wenn Israel in den germanischen Völkern Europas vorhanden ist, dann muß seine Verwandtschaft auch in der syrisch-assyrisch-chaldäischen Völkergruppe der romanischen Völker Europas erkannt werden. 2. Das Nordreich Syrien und das Südreich Ägypten am Ende des vierten Weltreiches Wie aber im alten römischen Reich die syrischen und römischen Länder eine Auf- lockerung ihrer Macht bedingten, die dann in der Teilung in West- und Ostrom zutage trat, so daß das Reich von Anfang an in der Zweiteilung der Schenkel dastand – so birgt die letzte Fassung desselben in der Form der sieben Häupter und zehn Hörner noch viel mehr der zerstörenden Keime in sich, seitdem das Kernstück Ostroms, Kleinasien, bestehend aus den Provinzen Pontus, Galatien, Kappadocien, Asien, Bithynien und Cicilien von den Türken eingenommen worden ist. Die Türken sind aber die Träger des Islams, der Religion Ismaels, dessen Mutter Hagar eine Ägypterin Seite 327 war, die ihm auch ein Weib aus Ägypten nahm (1.Mos.16,1; 21,21; 25,12). Seitdem ist die Türkei die führende Macht der islamitischen Welt geworden, zu der auch Ägypten, die Macht Hams gehört (Ps.78,51; 105,23.27; 106,22), die seither von der Türkei repräsentiert worden ist, welche zugleich auch in Ost-Rom noch eines der sieben Häupter darstellt. Genau so wie in West- und Ostrom und wie bis zum Ende des Krieges im Dreibund und im Vierverband der neueren europäischen Großmächte, so offenbart sich auch am Ende wieder der Zwiespalt der beiden Füße des Standbildes Nebukadnezars in diesem Auseinanderfallen in eine Nord- und Südmacht (Dan.11,40-43), nachdem das Tier mit sieben Häuptern und zehn Hörnern für kurze Zeit Macht gehabt hat über alle Völker, Nationen, Zungen und Sprachen (Offb.13,7). 3. Die vier Völkerrichtungen und ihre geistigen Winde Vier Hörner, das ist der Vierverband, versprengten Juda, Israel und Jerusalem; und vier Schmiede, als vier weitere Mächte, werden diesen ersten Vierverband, der Juda so versprengt hatte, daß niemand mehr sein Haupt erheben durfte, abschrecken und die Hörner dieser Völker niederwerfen, die ihre Hand gegen das Land Juda erhoben haben, es zu versprengen (Sach.2,1-4). Nach dem Sieg über den südlichen König wird der nördliche König durch Gerüchte von Osten und Norden erschreckt (Dan.11,44). Es treten also zu zwei vorhandenen Mächten noch zwei hinzu, so daß im ganzen ihrer vier auf dem Plane sind, geradeso wie Alexanders Reich nicht nur in zwei, sondern in vier Teile zerfallen war, in denen die vier Weltreiche überhaupt einzeln schon vorbildlich dargestellt waren, und diese im Verborgenen als bis ans Ende weiter bestehend in der Schrift gezeigt sind und mit- Jahrgang XXV/10-11 -4- einander vernichtet werden, wie sie auch in dem letzten Tier als Panther-, Bären- und Löwenleib dargestellt sind. Vorher hat er großgetan gegen den Süden, den Aufgang und das herrliche Land (Dan.8,9), jetzt tritt als dritte Himmelsrichtung zum Osten und Süden der Norden hinzu (Dan.11,40.44). Wenn in Verbindung mit Israels Sammlung und Wiederherstellung eine Völkerbewegung in Europa vom Westen nach dem Osten stattfindet – man nennt Europa das Abendland –, so sind alle vier Himmelsrichtungen oder „Winde“ vertreten. Wie einst das einheitliche griechische Reich nach dem Tode des großen Alexander in vier Stücke ging, so tritt es hier schon vor dem Untergang dieses letzten Herrschers in vier Teile zerspalten auf. All’ dieser Reiche Gewalt vergeht nun, denn ihre Lebensdauer ward ihnen auf Tag und Stunde bestimmt (Dan.7,12). Die „vereinigten sozialistischen Sowjetrepubliken Rußlands“ im Kampf gegen Gott im Norden, das „christlich sein wollende Abendland oder Europa“ im Westen, die „Welt des Islam mit Vorderasien als Haupt der afrikanischen Völker“ im Süden, Seite 328 die „brahmanisch-buddhistische Welt Ostasien mit Japan an ihrer Spitze“ im Osten, das sind heute vier Mächte, die seit der Schwächung des britischen Imperiums (Kaiserreichs) und des Zerbrochenwerdens der germanischen Völker vor unseren Augen um die Weltherrschaft ringen. In ihnen treten die vier Winde zutage, die einst auf das Völkermeer losbrachen und die vier Weltreiche entstehen ließen (Dan.7,2). Wie die Wasserwogen die Völker sind, so sind die bewegenden Winde die Geistmächte in den kriegerischen Ereignissen, die eine Völkerherrschaft durch die andere verdrängen. Die kriegerischen Ereignisse sind die Offenbarungen der hinter den Völkern stehenden, sie drängenden und treibenden Geistmächte, der Engelfürsten, die den betreffenden Völkern zugeordnet sind, die wir in Daniel 10 als die Fürsten des zweiten und dritten Weltreichs Medo-Persien und Griechenland bereits früher kennengelernt haben (Dan.10,13.20). So finden wir diese vier Winde auch am Ende auf dem Plan, um einerseits dem von oben kommenden Reich Gottes zu widerstehen und anderseits für dasselbe zu wirken. Sacharja zeigt sie uns als vier Wagen mit roten, schwarzen, weißen und gefleckten starken Rossen, die Offenbarung als vier Reiter mit einem weißen, einem roten, einem schwarzen und einem fahlen Pferd (Sach.6,1-8; Offb.6,1-8). In dem sogen. Buch Henoch ist die Geburt Sems, Hams und Japhets als eines weißen, eines schwarzen und eines roten Rindes geschildert. So entsprechen diese Rosse auch dem Fleisch, das diese Geistmächte gebrauchen, dessen sie sich vorzugsweise bedienen, der semitischen, hamitischen und japhetischen Völker. Das erste Weltreich Assur-Babel entspricht dem weißen Fleisch der semitischen Völker und der ersten herrschenden Geistmacht; denn Assur ist der zweite Sohn von Jahrgang XXV/10-11 -5- Sem, und Arpakschad der dritte Sohn (1.Mos.10,22), wobei bekannt sein muß, daß Abraham aus Ur in Chaldäa, der Heimat der Babylonier, kommt (1.Mos.11,31). Assur-Babel entspricht dem von Mitternacht kommenden Verderber, und ist in der Gesinnung eines Sanherib und Nebukadnezars wiederzuerkennen (Jes.14,31; Jer.1,14-16; 4,6-7; 6,1-6.26; 10,22; 13,20; 15,12; 22,7; 25,9; 46,20; 47,2-4; Hes.26,7-12; Zeph.2,13). Das zweite Weltreich der Meder und Perser, Madai’s, des dritten Sohnes Japhets (1.Mos.10,2), entspricht dem mittelfarbigen Fleisch, der japhetitischen Völker, die Gott ausgebreitet hat, um sie als Zuchtrute und zerstörende Macht für Sem zu gebrauchen. Durch sie wurde das babylonische Reich zertrümmert. Der Name „Perser“ weist auf „Zerreißer“ hin. Zwar sind die Meder auch als von Norden über Babel zu seinem Ver- derben hereinbrechend bezeichnet (Jer.50,3.41; 51,48), aber der Sitz der Perser gegenüber Babel und Israel war der Osten, ebenso gegenüber Elam, mit der Hauptstadt Susa, über das der Herr die vier Winde kommen lassen wollte, um es nach allen vier Winden zu zerstreuen (Jer.49,36). Im fernen Osten entfaltet sich heute an Stelle der früheren Mächte des Ostens, des tracisch-bithynischen Reiches (312-280 v.Chr.), des Partherreiches (250 v.Chr. bis 200 n.Chr.), des neupersischen Reiches (200-600 n.Chr.), des Mongolenreiches (1200-1900), die Macht Japans. Der Geist dieser Völker Seite 329 ist in den Söhnen Japhets, nämlich Gomer, Magog, Madai, Javan, Tubal, Mesech und Tiras zu suchen (1.Mos.10,2). Er entspricht dem von Osten kommenden Gericht, das einen neuen Morgen ankündigt (Jes.27,8; Jer.18,17; Hos.13,15). Das dritte Weltreich entspricht dem zu der Nordmacht Sems hier neu hinzukom- menden hamitischen Volk der Ägypter, der Nachkommen Mizraims, zunächst der Patrositer, also dem dunkelfarbigen Fleisch. Sein Geist ist in den Pharaonen Ägyptens verkörpert, in der Macht, welche heißt „Ungetüm, das still sitzt“ (Jes.30,7), er entspricht der von Süden kommenden Erschlaffung. Das vierte Weltreich Rom entspricht den in ihm vereint um die Herrschaft ringenden drei Völkergruppen der Söhne Noahs und des aus den übrigen Völkern abgesonderten Israels, das am Ende als Wind des Herrn, von Westen kommend, endgültig jede frühere Herrschaft vernichtet und seine eigene erlangt (Jes.59,19; vgl. 2.Mos.10,19; 15,10; Dan.2,34- 35.44-45; 7,11-12). So zeigt uns die Offenbarung diese vier Winde an den vier Ecken der Erde zuerst festgehalten (Offb.7,1), dann gelöst, wodurch ein Reiterheer von zweihundert Millionen entfesselt wird, das bestimmt ist, den dritten Teil der Menschen zu töten zur Zeit der sechsten Posaune, also der ersten Hälfte der letzten Jahrwoche (Offb.9,14-21). Die Engel von Offb.9,14 sind gebunden an dem großen Strom Euphrat. Der Euphrat bezeichnet im Gegensatz zum Nil in der Schrift die Nordmacht Sems im Gegensatz zu der Südmacht Hams (Jes.7,20; 11,15; 19,24-25; Jer.2,18.36; 46,6.10; Klgl.Jer.5,6; Mich.7,12; Zeph.2,13). Zuerst ist die Herrschaft in allen Weltteilen an diese semitischen Völker, die Söhne Sems: Elam, Assur, Arpakschad, Lud, Aram, Uz, Chul, Geter und Masch gebunden (1.Mos.10,22-23; 1.Chr.1,17); darum wird sie erschüttert, am Ende trifft die sechste Zornschale den großen Strom Euphrat, wodurch sein Wasser vertrocknet, auf daß der Jahrgang XXV/10-11 -6- Weg bereitet würde den Königen von Aufgang der Sonne (Offb.16,12). Es gehören zu den Semiten aber auch die Kinder Ebers, die Kinder Nahors, die Kinder Lots, die Kinder Jakobs, sowie die übrigen Kinder Abrahams, Ismaels und Esaus (1.Mos.10,25-29; 16,15; 24,3; 25,1-4.13-15; 36,4-5.11-13; 22,21-24; 19,36-38; 1.Chr.1,20-23.28-37). Jesaja redet auch von vier Mächten „an jenem Tag“, wenn das Dreschen ist von den Fluten des Stromes Euphrat bis an den Bach Ägypten wenn die große Posaune geblasen wird: Der Leviathan, die flüchtige Schlange (Assur), der Leviathan, die gewundene Schlange (Babel), das Krokodil am Meer (Ägypten) und das harte, große und starke Schwert des Herrn (das letztrömische Weltreich) (Jes.27,1). Der Prophet Bileam redet von fünf Mächten: Von Amalek, Kenas, Assur, Chittim und Eber (4.Mos.24,21-24). In Amalek und Kenas können wir als dem ersten und dem fünften Sohn des Eliphas, des Sohnes Esaus und Edoms, eine führende Macht des Südens sehen, denn Edom ist am Ende auch im Süden (1.Mos.36,12.15; Jes.34,5; 63,1-6; Jer.49,7-22; Hes.35,1-15). In Assur erkennen wir die Nord- und Westmacht Sems. In Eber können wir zu einem kleinen Teil Israel sehen, das von ihm kommt, nämlich die Ebräer; ein anderer Teil aber ist, das von den romanisierten Iberern, Seite 330 den Bewohnern des Ebrolandes Spaniens, kolonisierte Südamerika. Chittim, der dritte Sohn Javans (1.Mos.10,4), ist nach alter Überlieferung der Name der Insel Zypern, nach 1.Makk.1,1 aber der Name des Landes, aus dem Alexander der Große gegen Persien zog, also Mazedoniens und Griechenlands. Wir können in ihm deshalb die Westmacht des zerteilten griechischen Reiches, das griechisch-mazedonische Reich Kassanders und der Antigoniden sehen, fernerhin die Westmacht des vierten Weltreichs, das „Abendland“; dann als Feinde Assurs natürlich eine germanisch-israelitische Macht, oder die Macht des „fernen Westens“ unserer Tage, das germanisch-israelitische Nordamerika, schließlich noch in den Schiffen von „Chittim“ ebensolche, die von der Insel Zypern als ihre derzeitigen Besitzer kommen; das sind gegenwärtig die Engländer. Auf Antiochus Epiphanes stießen seinerzeit von Zypern her auf den Hilferuf Ägyptens die Römer mit der eben erbeuteten mazedonischen Flotte und zwangen den Syrerkönig Antiochus Epiphanes in Ägypten alle Eroberungen herauszugeben und unverzüglich umzukehren. Desto größeren Zorn übte er am Heiligen Land aus. „Zyprische Schiffe“ werden den „nördlichen König“ ebenfalls zwingen, von Ägypten abzulassen, und wiederum wird dieser König nach der Rückkehr seinen maßlosen Zorn das heilige Volk entgelten lassen (Dan.11,30). Sobald er aber mit seinem Kriegsheer abläßt, das Volk Gottes zu bedrängen, entweihen zurückgebliebene Truppen das Heiligtum, und damit ist die Mitte der Trübsalsjahrwoche eingetreten und das „Tier“ ist vollends aus dem „Abgrund“ heraufgekommen (Dan.11,31; Offb.11,7; 17,8), um durch das Zorngericht Gottes mit allen Geschlechtern, Völkern, Zungen und Nationen gerichtet zu werden. b) Die geistige Ausgestaltung zur Gerichtsreife Die klare Angabe der letzten dreieinhalb Jahre der Übergangszeit von dem vierten Weltreich zu dem ewigen Reich Gottes und die ausführliche Schilderung der Ereignisse, Jahrgang XXV/10-11 -7- die diese Zeit ausfüllen, sind der beste Beweis dafür, wie Gott in seinem ewigen Ratschluß das Ende des vierten Weltreiches und die Zeit seines ewigen Reiches bestimmt hat. Gott gibt in dieser Zeit dem Fürsten dieser Welt die letzte Möglichkeit, seine Macht zu entfalten. Diese Gelegenheit nützt er in dem Tierreich mit den sieben Häuptern und zehn Hörnern gründlich aus. Doch diese Zeit muß dem gottgewollten Zweck dienen, daß sich zuerst alle Völker in ihrer Stellung dem wirkenden Drachen- einfluß gegenüber entscheiden müssen, dann das Volk Gottes und zuletzt auch die christliche Gemeinde. Auf diese Weise reifen alle Menschen für das göttliche Gericht heran. Und zuletzt wird der Weizen vom Unkraut auf diesen drei Gebieten geschieden. Am Ende der Weltzeit, das ist das Ende des vierten Weltreiches, wird das Unkraut in diesen letzten dreieinhalb Jahren der Übergangszeit gesammelt und dann mit Feuer verbrannt (Matth.13,29-30; 25,31-46; Mal.3,19.21). „Des Menschen Sohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Reiche sammeln alle Aergernisse und die da Unrecht tun und werden sie in den Feuerofen werfen; daselbst wird das Heulen und das Zähneknirschen sein. Als- dann werden die Gerechten wie die Sonne leuchten in ihres Vaters Reich.“ (Matth.13,41-43) Seite 331 Auf diese Zeit ist noch mit den Worten hingewiesen: „Wiederum ist das Himmelreich gleich einem Netz, das ins Meer geworfen ward und Fische von allerlei Gattung zusammenbrachte. Als es nun voll geworden, zogen sie es an das Gestade, setzten sich und sammelten die guten in Gefäße, die faulen aber warfen sie weg. Also wird es am Ende der Weltzeit sein. Die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten scheiden und sie in den Feuerofen werfen. Daselbst wird das Heulen und Zähneknirschen sein.“ (Matth.13,47-50) „Wie es aber zu Noahs Zeiten war, also wird es auch bei der Zukunft des Men- schensohnes sein. Denn wie sie in den Tagen vor der Sündflut aßen und tranken, freieten und sich freien ließen bis zu dem Tage, da Noah in die Arche ging und merkten nichts, bis die Sündflut kam und raffte sie alle dahin; also wird auch die Zukunft des Menschensohnes sein. Dann werden zwei auf dem Felde sein; einer wird angenommen und der andere wird verstoßen. Zwei werden auf der Mühle mahlen; eine wird angenommen und die andere wird verstoßen.“ (Matth.24,37- 41) Diese Scheidung wird auf allen drei Gebieten: in der Weltherrschaft, im Volk Gottes und in der christlichen Gemeinde durch den herrschenden Dracheneinfluß bewirkt (vgl. Offb.14,15-20). Deshalb ist diese Zeit für alle Menschen die wichtigste, weil von dieser Zeit an die Stellungnahme bei jedem einze
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