MPF_2010_1

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Max Planck Forschung Magazin des Max Planck Institutes Wolken
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  POLITIK Ein Kontinentlernt Demokratie   GESCHICHTE Der Forscher,der auf Bienen flog UMWELT Konflikte nachder Katastrophe ORNITHOLOGIE Lauschangriff in der Voliere B20396F Das Wissenschaftsmagazin der Max-Planck-Gesellschaft   1.2010 Schwebende Wasserspeicher als Klimafaktor  FOKUS Wolken     POLITIKGESCHICHTEORNITHOLOGIE                                                                                                                                                                    1 | 10  MaxPlanckForschung 3 „Die Wolken, eine dem Menschen von Jugend auf so merkwürdige Lufterscheinung, ist man in dem platten Lande doch nur als etwas Fremdes, Überirdisches anzu- sehen gewohnt. Man betrachtet sie nur als Gäste, als Streichvögel, die unter einem anderen Himmel geboren, von dieser oder jener Gegend bei uns augenblicklich vor- beigezogen kommen; als prächtige Teppiche, womit die Götter ihre Herrlichkeit vor unseren Augen verschließen.“ Diese Zeilen schreibt Johann Wolfgang von Goethe 1779 in seinen Briefen aus Leukerbad. In ähnlicher Weise ha- ben Dichter und Sänger aller Zeiten die Wolken als Him- melsboten im guten wie im bösen Sinn besungen.Weder Goethe noch alle anderen Dichter vor und nach ihm konnten ahnen, dass die Wolken einmal Gegen-stand intensiver Forschung und von zentraler Bedeu- tung für die Wissenschaft werden würden. In allen Mo- dellen der zukünftigen Entwicklung des globalen Klimas spielen sie eine außerordentlich wichtige Rolle. In der Tat ist der Zusammenhang zwischen Wolkenbildung und globalem Anstieg der Temperaturen höchst unge- wiss. Fehlende Kenntnisse über diese Zusammenhänge lassen die meisten Prognosen zur Klimaänderung unsi- cher erscheinen. Solche Prognosen werden aber als Grundlage für weitreichende internationale Abkom-men herangezogen, die das gesamte wirtschaftliche und politische Leben aller Regionen der Erde betreffen.Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass es Aufgabe der Wissenschaft ist, in sorgfältiger und verantwort- licher Weise Fakten darzulegen, die auf akribischen Messungen und Beobachtungen beruhen. Die Max- Planck-Gesellschaft hat im deutschen Wissenschafts- system die Aufgabe, Grundlagenforschung zweckfrei,  jedoch mit Blick auf die Bedürfnisse der sie tragenden Öffentlichkeit zu betreiben. So haben sich schon vor langer Zeit bestehende Institute auf kommende Fragen ausgerichtet – etwa das Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz, das sich seit mehr als 40 Jahren mit der Erfor-schung der Atmosphäre beschäftigt. Da die Bildung von Wolken durch physikalisch-chemi-sche Prozesse ausgelöst wird und sich in ihnen klima- wirksame Vorgänge abspielen, hat das Mainzer Institut eine international führende Rolle angenommen. Ähnli- ches gilt für das in Hamburg beheimatete Max-Planck- Institut für Meteorologie, das frühzeitig auf die Bedeu- tung der Wolken für die Formulierung von Klimamodellen aufmerksam gemacht hat.Wolken spielen aber nicht nur für das Klima eine Rolle. Sie sind auch ein Beispiel für Entstehung und Folgen turbulenter Prozesse auf sehr großer Längenskala, ähn-lich wie Meeresströmungen oder auch Lawinen in den Alpen. Hier geht es darum zu verstehen, wie aus kleinen Anlässen großräumige Strukturen entstehen, die ihrer-seits Ursache für weitere turbulente, also nichtlineare Prozesse sind. Solche Arbeiten werden unter anderem am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorgani-sation in Göttingen durchgeführt.Der frühere Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, Hu- bert Markl, hat einmal sinngemäß gesagt: Anders als weithin geglaubt wird, ist der CO 2 -Anstieg mit vermu-teten Folgen für das Klima weder durch Umfrageergeb- nisse von Sozialwissenschaftlern noch durch Exegese politischer oder religiöser Schriften, auch nicht durch Greenpeace und seine Aktivisten entdeckt worden. Die Daten und Fakten sind vielmehr von Scharen – meist der Öffentlichkeit nicht bekannter – Naturwissenschaftler gesammelt, geordnet und bewertet worden. Der „Fokus“ des vorliegenden Hefts gibt Einblick in deren Arbeit.Gerhard WegnerEmeritierter Direktor am Max-Planck-Institutfür Polymerforschung Liebe Leserin, lieber Leser, EDITORIAL     F   o    t   o   :    M    P    I    f    ü   r    P   o    l   y   m   e   r    f   o   r   s   c    h   u   n   g  –    C .    C   o   s    t   a   r    d   Gerhard Wegner  Brösel, die es in sich haben: Im Labor geben Meteoriten so manches Ge-heimnis preis, etwa ihre Reisedauer. 46 Wolken 16  Wasser mit nebulöser Wirkung  Wie beeinflusst die Erderwärmung die Wolken? Und welche Rolle spielen Wolken für den Klimawandel? Wichtige Wechselwirkungen, die in den Modellen bisher nur unzureichend beschrieben sind. 24  Keime des Klimas  Aerosole gelten als Würze in der Wetterküche – und lassen sich doch nicht so einfach fassen. Forscher versuchen daher zu verstehen, was diese winzigen Schwebeteilchen in der Atmosphäre alles anstellen. 32  Tröpfchen in der Achterbahn  Ob sich Wolken bilden oder auflösen, ob es regnet oder schneit: In jedem Fall mischen turbulente Strömungen kräftig mit. Wer solche Turbulenzen erforscht, hilft letztlich auch den Meteorologen. Inhalt FOKUS 16 4  MaxPlanckForschung 1 | 10 ZUM TITEL: Goethe bezeichnete sie als „prächtige Teppiche, womit die Götter ihre Herrlichkeit vor unseren Augen verschließen“. Doch Wolken sind weit mehr als der Gegenstand poetischer Betrachtung und romantischer Schwärmerei: Objekt intensiver Forschung nämlich, die dabei helfen soll, eines Tages das globale Klima besser zu verstehen.     F   o    t   o     T    i    t   e    l   :    i    S    t   o   c    k   p    h   o    t   o PERSPEKTIVEN 06  Mobile Mikroskope blicken ins Gehirn 06  Proteine in 3 -D 07   „In bestimmten Forschungsfeldern ist Indien einer der Schlüssel-Standorte“ 08   Besuch der Bundeskanzlerin in Greifswald 08   Erste Rufannahmen in Florida 09   Curiosos Por Las Ciencias – Neugierig auf Wissenschaft 09   MaxPlanckForschung  auf FSC-Papier 09   Ins Netz gegangen ZUR SACHE 10  Ein Kontinent lernt Demokratie  Bürgerkriege, Hunger, korrupte Regierungen: Afrika kommt nicht zur Ruhe. Dennoch tun sich positive Perspektiven auf. FOKUS 16  Wasser mit nebulöser Wirkung 24  Keime des Klimas 32  Tröpfchen in der Achterbahn
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