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 Weltgeschichte

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Geschichte I. Entwicklung eines Nationalgefühls  nationale Frage  Deutschland: seit dem Mittelalter (10 Jahrhundert) gab es das “Heilige Römische…
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Geschichte I. Entwicklung eines Nationalgefühls  nationale Frage  Deutschland: seit dem Mittelalter (10 Jahrhundert) gab es das “Heilige Römische Reich Deutscher Nation“  ein loses und sich veränderndes Gebiet von verschiedenen Königreichen o keine klaren Grenzen Kleinstaaterei mit gleicher Sprache, o kein einheitliches Staatsvolk Kultur und Geschichte, aber kein o keine anerkannte Zentralgewalt Nationalgefühl  1806: der deutsche Kaiser Franz II. dankte ab (Napoléon hatte Macht)  das Heilige Römische Reich Deutscher Nation löste sich auf  Deutschland war in über 1000 politische Einheiten (Kleinstaaten) zersplittert  deutschsprachige Länder wollten zusammen kämpfen, weil Herrschaft Napoleons nur Nachteile brach mit Ausbeutung (finanzielle Abgaben) und weil das Zollsystem das Leben verteuerte  1813: „Völkerschlacht von Leipzig“  Napoleon wird geschlagen  Entwicklung eines Nationalbewusstseins durch Soldaten, Frauenvereine, usw  1871: entstand der erste deutsche Nationalstaat  Zeitspanne  in Frankreich Bürgerkrieg – Rettung: Napoleon   1776 o Franzosen bringen amerikanische Idee von Freiheit nach Hause  3. Generalstand (Büger, Adel, Klerus) wollen nicht mehr unterdrückt werden, wollen souverän sein – organisieren Nationalversammlung o 14. Juli: Sturm auf die Bastille  1792  Wiener Kongress und Wartburgfest  16-19 Oktober 1813: „Völkerschlacht von Leipzig“ – Truppen von Österreich, Preuβen, Russland und Schweden kämpfen gemeinsam gegen Napoleon  siegen  Napoleon muss sich aus Europa zurückziehen  1814: Wiener Kongress – Europa wird neu geordnet o Ziel: Restauration (= Wiederherstellung der alten Verhältnisse) o Fürsten Europas wollten Macht behalten und nicht Forderungen der Nationalbewegung (Einheit, Freiheit, Mitbestimmung) nachgeben o Fürst Metternich: österreichische Auβenminister  Ziel: Friedensordnung für Europa  Deutscher Bund o anstatt deutscher Nationalstaat: entsteht der Deutsche Bund – lockerer Zusammenschluss von 39 souveränen (=autonome) Staaten und Städten o einziges Gremium (Versammlung): Bundestag (Sitz in Frankfurt am Main)  Leitung: Österreich – so kann Metternich Ideen von Freiheit und Nation unterdrücken; da diese die monarchische Legitimität in Frage stellen  1817: „Wartburg” – o politisch aktive Menschen – vor allem Studente: wollten mehr Mitspracherechte, einen Nationalstaat mit Nationalversammlung und keine Monarchie o hunderte von Studenten versammelten sich auf der Wartburg in Eisenach zur ersten nationalen Kundgebung  hatten Flaggen, die rot (Aufschläge), schwarz (Uniform einfach zu färben), gold (Knöpfe) waren, dabei und nicht die, die Wappen der Fürsten und Könige zeigten  forderten: Ehre, Freiheit, Vaterland o Mord vom Schriftsteller August von Kotzebue (wurde als Verräter gesehen)  Metternich nahm dies, um die Karls Bader Beschlüsse zu veranlassen –  Verbot der Burschenschaften (studentische Vereine)  Kontrolle der Universitäten  Verschärfung der Zensur (staatliche Kontrolle der Presse- und Meinungsfreiheit)  Einrichtung einer zentralen Untersuchungskommission  Verfolgung der „Demagogen“ (opositionelle, Volksverhetzer) II. Die 48er Revolution  Probleme bezogen auf der Gründung des deutschen Bundes  keine einheitliche Regierung: verschiedene Verfassungen, Staatsformen  verschiedene Meinungen  verschiedene politische Richtungen  jeder Fürst (Staatsoberhaupt) verfolgte seine eigene Ziele  ausländische Herrscher gehörten dazu (England, Dänemark, Holland)  Einfluss auf „deutsche“ Politik  Gebiete waren sehr unterschiedlich verteilt  Konkurrenz und Einflussnahme  Österreich u. Preuβen bestimmten Politik  wirtschaftliche Zersplitterung durch Zollschranken & verschiedene Maβen, Währungen  wirtschaftlicher Aufschwung wird behindert  Zugehörigkeitsgefühl der Bevölkerung bezog sich häufig auf Region/Gebiet  Revolutionsursachen im Deutschen Bund  Durch das Bevölkerungswachstum gab es automatisch auch mehr Arbeitslosigkeit, da es zu wenige Arbeitsplätze gab.  Es entstanden Bauernproteste wegen der Reformunwilligkeit des Landadels, da diese ihre Privilegien behalten wollten.  Viele Bauern ziehen in die Stadt (Landflucht) mit der Hoffnung auf ein besseres Leben in der Stadt. Sie waren nicht mehr Leibeigene, hatten aber kein Geld um ein Stück Land zu kaufen. Da aber viele Menschen auf einmal flüchtetem, gab es eine groβe Massenverelendung (Pauperismus). Wenn es dem Volk schlecht geht, dann entsteht eine politische Radikalisierung.  Durch die Verdopplung der Getreidepreise, gab es groβen Hunger. Dies führte zur Vertrauensverlust in die Regierungen.  mögliche Folgen  Gefahr von möglichen Kriegen um Machterhalt oder Machtausbau  Gefahr einer Revolution durch nicht gegebene nationale Einheit und Unterdrückung  wirstschaftliche Rückständigkeit  Unzufriedenheit  Revolution  Auslöser  französischer “Bürgerkönig” (also vom Volk gewählt) Louis Philippe: weigert sich Zensuswahlrecht aufzuheben (sah vor, dass nur reichesten Franzosen wählen)  Straβenkämpfen und Aufstände , Barrikadenkämpfe mit Steinen  Februarrevolution in F zwingt LP zur Flucht  Republik zum zweiten Mal ausgerufen  Revolution greift auch auf Staaten des Deutschen Bundes über  automatisch, weil Menschen sauer, weil: hatten gegen Napoleon gekämpft und jetzt schon wieder Monarchie  Menschen vor Schloss von Friedrich Wilhem IV. mit Forderungen , zwei Soldaten schiessen , Chaos bricht aus , zum Entschuldigen spaziert König mit Pferd um Stadt  Forderungen  nationale Einheit: Bürger wollten ein Nationalstaat und nicht viele unabhängige Staaten (deutscher Bund)  Vorteile: politische, wirtschaftliche, militärische Stärke  liberale Politik = Liberalismus: alle Freiheitsrechte (Meinungs-, Rede-, Presse-, und Versammlungsfreiheit) und Bürgermitbestimmung ≠ Restauration: Unterdrückung  Aufhebung der Zensur: Presse- und Meinungsfreiheit  Abschaffung der Adelsprivilegien: Adelige sollten nicht Privilegien (wie geringere Steuer; Recht auf Holz holen, fischen, usw) haben, nur aufgrund deren Schicht  Gleichheit und gleiche Gesetze für alle  politische Mitbestimmung: Mitwirkung an politischen Entscheidungen durch gewählte Vertreter  auf staatliche Entscheidungen Einfluss nehmen  Volksbewaffnung: jeder darf eine Waffe besitzen, um für den Staat zu kämpfen  nationale Frage: wollten einen Nationalstaat  politische Frage: Mitbestimmung, Wahlrecht  soziale Frage: Unterstützung, Hilfe  Erfolge  für Bauern: Bauern sind frei und gleichgestellt  Abschaffung der Adelsprivilegien ( Ende des Deutschen Bundes)  in Berlin: Einberufung einer Nationalversammlung, die eine Verfassung ausarbeiten sollte  Volksbewaffnung  Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit  allgemeines Wahlrecht für Männer  Wahlen zur Nationalversammlung am 1. Mai 1848  Problem 1 (Frauen): Drei viertel der volljährigen Männer durften zur Wahl. Jedoch waren die Frauen in der Nationalversammlung nicht vertreten – keine Frau durfte mitwählen oder dabei sein.  Problem 2 (Zusammensetzung): Viele Menschen kamen aus allen deutschen Staaten, jedoch gehörte die Mehrheit zum gebildeten Bürgertum, d.h. Lehrer, Professoren, Ärzte, Rechtsanwälte, usw. Arbeiter, Bauer und Handwerker sah man im Parlament fast nicht. Deshalb nannte man diesen auch „Professorenparlament“.  Aufgabe: Das Ziel war die Erarbeitung einer Verfassung. Auch musste die Staatsgrenze, die Staatsorganisation und Staatsform entschieden werden.  Kontroversen der Nationalversammlung in der Paulskirche  Staatsgrenze: kleindeutsche Lösung (ohne Österreich)  ≠ groβdeutsche Lösung  Staatsorganisation: Bundesstaat  ≠ Einheitsstaat  Staatsform: konstitutionelle Monarchie (Kaiser muss sich an Verfassung halten)  ≠ Republik  Zusammenbrechung der ersten Verfassung des deutschen Parlaments  Bei der Nationalversammlung wurde entschieden, den preuβischen König Friedrich Wilhelm IV. als Staatsoberhaupt zu haben. Jedoch lehnte er die Kaiserkrone ab, da er sich nicht vom Volk (bzw. Volksvertretung, d.h. Parlament) krönen lassen wollte und weil er als preuβischer König mehr Macht hatte als als deutscher Kaiser.   Folge: Durch diese Entscheidung war die Verfassung zusammengebrochen, da der preuβische König sie abgelehnt hatte. Viele Staate erkannten diese deshalb nicht mehr an und zogen ihre Abgeordneten zurück.  = Wiederherstellung des Deutschen Bundes III. Weg zum deutschen Kaiserreich  Otto von Bismarck  1815-1898  streitlustiger, rebellischer, mutiger Student  strenge Kindheit  besseres Verhältnis zum Vater als zur Mutter  gläubig + pragmatisch  von Eltern geprägt: bürgerlich, adlig (Junker = Landadliger), militärisch  typisch Adliger: rauchen, trinken, schick anziehen, viele Tiere (Pferde, Hunde)  heiratete Adlige (spät) / war Vater (drei Kinder)  studierte Recht: diplomatische Laufbahn  Abgeordneter im preuβischem Landtag – später Auβenminister in Preuβen – später Reichskanzler  Monarchist/Royalist: pro Monarchie, pro Adel ≠ gegen linke, Liberalisten, (Sozial)Demokraten  Patriot: Vaterlandsliebe gegenüber Preuβen, für Stärke von Preuβen – wollte einen deutschen Nationalstaat schaffen  Realpolitiker: lieber tun als reden / Politik als Kampf um Macht / hielt an Ehren und Prinzipien fest / nicht gefühlsgeleitet / zweckmäβig / zielstrebig  für Krieg: dachte es wär gutes Mittel  Bismarcks Weg zum deutschen Kaiserreich  Ziel: Schaffung eines deutschen Nationalstaats Mittel der Politik: Krieg Mittel der Politik: Bündnisse 1864: Preuβen + Österreich ≠ Dänemark 1865: Deutscher Zollverein – Aufnahme --- Provokation Österreichs von Schleswig und Holstein (ohne Österr.) 1866: Preuβen + norddeutsche Staaten ≠ Auflösung des Deutschen Bundes / Österreich 1867: Norddeutscher Bund --- Provokation Frankreichs 1870: Preuβen + süddeutsche Staaten ≠ Schützbündnis mit süddeutschen Staaten Frankreich  Proklamation des Deutschen Kaiserreichs (18. Januar 1871)  Gründe: o Es ging um den Besitz der beiden Herzogtümer Schleswig und Holstein. o Bismack wollte den Deutschen Bund reformieren und Österreich nicht im Deutschen Bund beachten, um die Macht zu behalten, da Österreich eine Konkurrenz darstellte. Österreich war gegen dieser Reform und befahl indirekt, die preuβischen Truppen zu stoppen. Preuβen unterstützte die Bundesverfassung nicht mehr und trat deshalb aus dem Deutschen Bund und verbündete sich mit den norddeutschen Staaten. o Frankreich war Preuβens gröβter Feind, sie stellte die gröβte Konkurrenz dar. Die süddeutschen Staaten waren auch nicht Unterstützer Preuβens. Doch diese hatten Angst vor Frankreich erobert zu werden. Deshalb kreierten sie mit Preuβen einen geheimen Waffenbündnis. 1870 sollte ein Preuβer auf den spanischen Thron. Frankreich hatte Angst von Preuβen umgeben zu werden und wollte, dass Preuβen auf der spanischen Krone verzichtete. Der preuβische König akzeptierte dies, aber nicht weitere Forderungen. Der König schrieb einen Telegramm (Emser Depesche), den Bismarck kürzte und Frankreich als Beleidigung nahm und somit Krieg erklärte.  Beurteilung: o – Gewissen, + Feinde o kluge Strategie, die man belohnen sollte o aber: moralisch inkorrekt, kein Gewissen  Proklamation des Deutschen Reiches  zu sehen sind: Offiziere, Generäle, Wächer + Fürste + Herzöge (jubeln mit Schwerte und Helden) = Männer der adeligen Gesellschaftsschicht und Militär  wer fehlt: Bürger, Arbeiter, Arme + geistliche Mitglieder (Klerus) + Frauen o geschlossene Veranstaltung, die nur einen kleinen Teil der Gesellschaft erreichte o Reiche haben wieder die Macht o Oligarchie: Macht gehört nur wenigen Menschen o Bismarcks Weg: war Krieg – deshalb Militäre  besonders hervorgehoben: Kaiser Wilhelm I., der vom Groβherzog von Boden ausgerufen wird + neben Kaiser steht Sohn: Kronprinz Friedrich + ganz vorne: Otto von Bismarck und General von Roon o Mitte des Bildes im Vordergrund: leer o  links: Kaiser – schaut alle an, alle schauen ihn na / Groβherzog zeigt mit Handgeste auf ihn o  rechts: Otto hat weiβe Uniform o Licht scheint auf diese Gruppe + Körpergeste und –haltung + Mimik + Kleidung  wieso in Versailles: o Frankreich hatte endlich Krieg gegen Deutschland verloren  Demütigung von F – Franzosen sind entsetzt – müssen trotzdem Ehre und Respekt zeigen  Provokation: Frankreich Ur-Feind Deutschlands – festigte nationale Einheit o Deutschland zeigt ihre Stärke – wirkt als ob es eine europäische Macht wäre o Aura: Symbolcharakter IV. Die Deutschen und ihr Kaiserreich  Anfang 70 Jahre  plötzliche Änderung der europäischen Landkarte: England erblickte Revolution, die das Gleichgewicht der Macht Europas zerstört habe o ca. 42 Millionen Menschen lebten in Grenzen des neuen Reichs (reichte von der Nordsee bis zu Alpen, also auch süddeutsche Staaten, und umfasste in ost- westlicher Richtung Städte wie Königsberg und Köln)  2/3 des Staatsgebiets und Bevölkerung gehörte Preuβen  in Mitte Europa: Groβmacht – Einheit war entstanden  aber: Verfassung (von Otto von Bismarck, preuβischer Staatsmann, verpasst) kam von oben und war praktisch nach seinen Günsten gemacht worden; übernahm meiste vom Norddeutschen Bund  Verfassung  Eine Verfassung regelt den Aufbau eines Staates. Sie legt die Aufgaben und Rechte oder einzelnen Staatsorgane fest und regelt die Staatsform. Das Deutsche Kaiserreich war eine konstitutionelle Monarchie, also eine Monarchie mit einem Parlament.  Aufbau: sagt, dass es die verschiedene Staatsorgane gibt (und deren Hierarchie)  Staatsorgane: jeder einzelne Teil des Staates, zusammen ergeben den Staatskörper  die Gewaltenteilung: Aufteilung der Gewalt, Macht + gegenseitige Kontrolle + Verhinderung von Machtmissbrauch + Spezialisierung der Aufgaben o legislative = gesetzgebende G. ; judikative = richterliche ; exekutive = ausführende  Staatsformen: (≠ Machtform) o Monarchie = Königsherrschaft (kann trotzdem Demokratie geben) ≠ absolutistische Monarchie = Alleinherrscher o Republik = demokratisch gewählte Volksvertreter, gewähltes Staatsoberhaupt o Diktatur/Tyrannei = Alleinherrscher, gewaltsam o Anarchie = alle „herrschen“ – Chaos  Verfassung des Deutschen Kaiserreichs von 1871  wahlberechtigt: alle männliche Staatsbürger über 25 Jahren  wählten alle 3 Jahre nach dem allgemeinen, gleichem und geheimem Wahlrecht den Reichstag (= das gesamtdeutsche Parlament)  Abgeordnete: o durften den Etat bewilligen: Haushalt, also wie viel Geld welcher Bereich kriegt o wirkten bei Gesetzesbeschlüsse mit  entscheidend: konnten Regierung nicht zur Verantwortung ziehen oder gar zum Rücktritt zwingen (≠ heutzutage: Misstrauens-votum) o Grundrechte (wie Gleichheit, Freiheit, Würde, Leben), wie sie der Verfassungsentwurf von 1848 vorgesehen hatte, fehlten ganz.  Deutscher Kaiser, zugleich König von Preuβen war: konnte Reichstag einberufen und auflösen. Entscheidend aber war, dass im Gesamtgefüge Preuβen eine überragende Stellung einnahm – nicht zuletzt durch Bismarck selbst. Der preuβische Ministerpräsident und Auβenminister stand nun als Reichskanzler an der Spitze Deutschlands, nur der Kaiser, zu dem er immer Zugang hatte, war ihm übergeordnet – er konnte den Reichskanzler ernennen oder entlassen.  Als militärischer Oberbefehlhaber entschied der Monarch über Krieg und Frieden, ohne den Reichstag dazu befragen zu müssen.  Die 25 Bundesstaaten behielten ihr jeweiliges Landeswahlrecht bei. In Preuβen war dies das Dreiklassenwahlrecht. Die jeweiligen Landesregierungen entsandten weisungsgebundene Vertreter in den Bundesrat. Vorsitzender war Bismarck (zugleich Reichskanzler). Im Bundesrat hatte Preuβen mit 17 von insgesamt 58 Stimmen zwar nicht die absolute Mehrheit inne, aber es konnte durch ein Veto (14 Stimmen) unliebsame Entscheidungen blockieren (= wenn es Preuβen nicht gefällt, können sie immer alles blockieren).  Der Zweck war klar: Der Bundesrat sollte als Gegengewicht zum Reichstag, dem frei gewählten Parlament, Zügel anlegen. Bismarcks Deutschland war also weder eine Republik wie in Frankreich noch eine parlamentarische Monarchie wie England mit einer der Volksvertretund verantwortlichen Regierung. Das Deutsche Reich war vielmehr eine konstitutionelle Monarchie, die sich auf einen autoritären und militärisch geprägten Obrigkeitsstaat stützte. (Obrig = Oberhaupt, Staat wichtiger als Volk)  Bemerkungen  Bismarck: o preuβischer Ministerpräsident o Reichskanzler  nur Kaiser stand über ihn und konnte ihn entlassen und entlassen // konnte Reichsregierung (Staatssekretäre) ernennen – exekutive Gewalt o Vorsitzender des Bundesrates  konnte Preuβen helfen – legislative Gewalt  vier wichtigste Organe: Reichskanzler + Kaiser + Bundesrat + Reichstag  konstitutionelle Monarchie: Staatsoberhaupt wird durch Verfassung (Konsitution) in seiner Macht beschränkt ≠ parlamentarische Monarchie: Parlament wacht über Machtausübung des Staatsoberhaupts  Preuβen: hatte 17 Vertreter im Bundesrat – es genügten 14, um eine Entscheidung zu blockieren – Preuβen konnte unliebsame Entscheidungen schnell blockieren  preuβisches Dreiklassenwahlrecht  ist nach Steuernleistung eingeteilt o Gesamtsumme der Steuern wird in drei Teilen aufgeteilt – jeder Teil soll gleich viel Geld haben – jeder Teil wird von verschiedenen Klassen bezahlt o Menschen aus der 1. Klassen sind die Reichen, die mehr Steuern zahlen – sie sind weniger Menschen als die der 3. Klasse, jedoch bezahlen letzten Endes alle aus der 1. Klasse genauso viele Steuern wie alle aus der 3. Klasse o jeder 1/3 Teil der Stuern darf genauso viele Wahlmänner wählen – da aber es in der 1. Klasse weniger Menschen gibt als in der 3., gilt die Stimme eines Menschen der 1. Klasse mehr als die des Menschen aus der 3. Klasse V. Hinzufügung  Otto von Bismarck  Sohn von Adligen: besondere Rechte + strenge Kindheit + herrschsüchtig + Autoritätsperson + hat niemand über ihn gedulded + „Volk kann nicht reiten“, dachte Volk konnte nicht selber herrschen + Machtpolitiker + Staat kreiert mit vielen Strategien + sehr kranker Mensch  Probleme der Verfassung des Deutschen Kaiserreichs  preuβisches Zensuswahlrecht  Ungerechtigkeit gegenüber Ärmeren  Schaffung eines mächtigen Nationalstaats, aber auch neue Feinde in Europa (Frank.)  Regierung ist an Reichskanzler und seine Anweisungen gebunden  Übergewicht Preuβens: Kanzler = pr. Ministerpräsident, Veto-Übermacht im Bundesrat  keine parlamentarische Demokratie  Reichstag wird zwar gewählt, bildet aber nicht die Regierung  Frauen hatten kein Wahlrecht  keine Gleichheit  Macht des Reichskanzlers: war auch pr. Ministerpräsident, ernennt Reichsregierung, Vorsitz im Bundesrat, war nur vom Kaiser abhängig!  Reichstag (Parlament) hat wenig Macht: o keine Kontrolle über das Militär - keinen Einfluss auf Auβenpolitik o kann weder Kaiser noch Reichskanzler absetzen  Reichstag kann aber vom Kaiser aufgelöst werden, muss somit dem Kaiser gehorchen VI. politische Strömungen Parteien generell  Parteienspektrum  links: Sozialdemokraten + extrem links  Kommunismus  Anarchismus  mitte: Liberalen  rechts: Konservativen + extrem rechts (national extrem)  Diktatur  Rassismus  Partei  Def.: Zusammenschluss von Menschen mit gemeinsamen Interessen ~ wollen Interessen durch politische Macht durchsetzen  Bedingung: volljährig + gewisse Anzahl von Gruppenmitgliedern + Verfassungsrecht + in der Abstimmung stellen (+Geld)  5% Hürde: hat man 5% der Stimmen der Wähler, ist man im Bundesrat vertreten  Abgeordnete bekommen Diät Die Parteienlandschaft bildet sich aus (Deutschland)  Parteien  Siehe Blatt  Diagramm: o Die Sozialdemokraten gewannen sehr an Bedeutung. 1871 hatten sie zwei Abgeordnete, in 1912 110; d.h. sie gewannen in 41 Jahren 108 Abgeordnete. o Die Liberalen verloren an Bedeutung, nämlich 85 Abgeordnete. o Der Zentrum gewann in 3 Jahren 28 Abgeordnete - dennoch blieben sie stabil. o Die Konservativen variierten (verloren, gewannen, blieben). Am Ende hatten sie jedoch Abgeordnete verloren. o Die nationalen Minderheiten blieben immer recht stabil.  Am Schluss (1912) hatten die Sozialdemokraten am mei
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