Die Globalisierung als Initialzündung für eine Welt ohne Nationalstaaten - eine realitätsferne Utopie oder stellen Konzepte wie das der „Global Governance“ eine ernsthafte Alternative für das „Zusammenleben der Völker“ dar?

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Diplomarbeit im Studiengang Sozialwissenschaften an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg, Note: gut.
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   1 Diplomarbeit im Fach Sozialwissenschaften an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg Carsten Thoben „Die Globalisierung als Initialzündung für eine Welt ohne Nationalstaaten -eine realitätsferne Utopie oder stellen Konzepte wie das der „GlobalGovernance“ eine ernsthafte Alternative für das „Zusammenleben der Völker“ dar?“ Matrikelnummer: 84 96 430E-Mail: carstenthoben@hotmail.comBetreuende Gutachter: apl. Prof. Dr. rer. pol. habil. Hiltrud Naßmacher   Leiv Eirik Voigtländer   2 Inhaltverzeichnis 1 Einleitung 4  2   Der Nationalstaat 7 2.1   Problemstellung 7 2.1.1 Was ist eine Nation? 7 2.2 Der Begriff des „Staates“ 132.3 Der Begriff des „Nationalstaats“ und seine Verwendung in der vorliegenden Diplomarbeit 172.4 Zusammenfassung 19 3 Der Prozess der Globalisierung 20 3.1   Begriffsklärung 203.2   Definition 233.3   Die Geschichte eines Prozesses 273.4   Hyper-Globalisierer und Skeptiker 303.5   Zusammenfassung 34 4   Das Konzept der „Global Governance“ 35 4.1   Problemstellung 354.2   Definition 364.3   Hauptprotagonisten 41 4.3.1 James Rosenau 424.3.2 Commission on Global Governance (CGG) 424.3.3 Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) 434.3.4 Gruppe von Lissabon 444.3.5 Gemeinsamkeiten und Unterschiede 44 4.4    Voraussetzungen und Probleme 454.5   Zusammenfassung 50   3 5   Die Zukunft des Nationalstaats 51 5.1   Problemstellung 515.2   Die Verfechter des Nationalstaat-Prinzips 515.3   Die Position der Skeptiker 565.4   Die Europäische Union als Zukunftsmodell – Totengräber des Nationalstaats? 615.5    Alternative „Global Governance“? 65 5.5.1 Global Governance und der Nationalstaat 655.5.2 Globale Politiknetzwerke 69 5.6   Zusammenfassung 71 6 Fazit 72 Literaturverzeichnis 76   4 1 Einleitung „ Der Nationalstaat bezeichnet seit der Französischen Revolution die idealistische Vorstellung einer (weitgehenden) Übereinstimmung von ethnischer Gemeinschaft (Nation, Volk) und territorial-rechtlicher Herrschaft (Staat). “ 1 Zwar gab es vormoderne Vorläufer wie das Römische oder dasChinesische Reich, dennoch ist der Nationalismus eine Entwicklung der europäischenNeuzeit.Ein Nationalstaat setzt Staat und Nation voraus. Anhängern der Nationalstaatsideezufolge sollen entstehende Nationalstaaten die wesentlichen Teile des staatstragenden undmeist auch namengebenden Volkes in sich vereinen. Idealtypisch gehören einemNationalstaat alle  Angehörigen seines Volkes und auch nur  Angehörige dieses Volkes oderKulturkreises an. Heute existieren auf der Welt knapp 200 selbständige Nationen (die Vereinten Nationen umfassten im Jahre 2006 192 Mitglieder).In den vergangenen Jahrzehnten hat sich ein weltweiter Prozess herausgebildet, der unterdem Schlagwort „Globalisierung“ bekannt ist. Es handelt sich um einen vielfältigenProzess, der – kurz zusammen gefasst – die zunehmende internationale Verflechtung inallen Bereichen (Wirtschaft, Politik, Kultur, Umwelt, Kommunikation etc.) bezeichnet. Von Jahr zu Jahr entwickelt sich zunehmend eine globale Ökonomie und Kultur, dienicht länger an nationale Grenzen und Identitäten gebunden ist. Der amerikanischePolitikwissenschaftler Benjamin BARBER hat diese Entwicklung plakativ mit dem Begriff „McWorld“ benannt. 2 Die fortschreitende Globalisierung bedeutet langfristig eineninhaltlichen Bedeutungswandel für den Nationalstaat. Ist dieser in einer global verflochtenen Welt überhaupt noch von Bedeutung bzw. überlebensfähig oder wird er innaher Zukunft von neuen Organisationsformen abgelöst? Bilden sich neue Formen vonStaatlichkeit heraus oder muss die Globalisierung und die damit einhergehendeDenationalisierung als Chance für den Nationalstaat verstanden werden? 1 Schubert, Klaus; Klein, Martina. „ Das Politiklexikon. “ Bonn: Dietz, 2006. URL:http://www.bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=J3YPHB. 2 vgl. Barber, Benjamin. „ Coca Cola und Heiliger Krieg. Wie Kapitalismus und Fundamentalismus Demokratie und Freiheit abschaffen. “ München: Scherz Verlag, 1996.
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