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Kawasaki VN800 / VN800 Classic Austauschen der Ausgleichswellen-Dämpfer Die Ausgleichswelle, bzw. korrekter das Ausgleichselement auf der linken Motorseite, ist mit Ruckdämpfern aus Gummi ausgestattet, die einem mehr oder weniger starken Verschleiß unterliegen. Ein Austausch dieser Gummilager ist meistens für jede VN 800, wie ein Schluck aus dem Jungbrunnen. Eine regelmäßige Überprüfung nach einer bestimmten Laufleistung schreibt Kawasaki für diese Dämpfer leider nicht vor.
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  1 Kawasaki VN800 / VN800 Classic Austauschen der Ausgleichswellen-Dämpfer  Die Ausgleichswelle, bzw. korrekter das Ausgleichselement auf der linken Motorseite, ist mitRuckdämpfern aus Gummi ausgestattet, die einem mehr oder weniger starken Verschleiß unterliegen.Ein Austausch dieser Gummilager ist meistens für jede VN 800, wie ein Schluck aus dem Jungbrunnen.Eine regelmäßige Überprüfung nach einer bestimmten Laufleistung schreibt Kawasaki für diese Dämpfer leider nicht vor. Das heißt man muß warten bis sie verschlissen sind und sich von allein bemerkbar machen.Das tun sie eigentlich auch mit Nachdruck, sofern man die Anzeichen dafür richtig deuten kann.Einen ungefähren Zeitrahmen für die mutmaßliche Verschleißgrenze läßt sich allerdings nicht angeben,weil der Defekt von Fall zu Fall nach ganz unterschiedlicher Betriebsdauer auftreten kann. Aus bisher noch nicht geklärter Ursache verabschieden sich diese Dämpfer mitunter schon recht frühzeitig.24.000 Kilometer sollten mindestens drin sein, aber in verschiedenen bekannten fällen hatte man bereitsnach der Hälfte dieser Laufleistung Probleme. In Einzelfällen sogar bei unter 5.000 km Laufleistung.Eine harte Fahrweise und schluderig betriebene Ölwechsel sind hierbei materialverzehrend. Andererseits ist es aber auch eine selten dämliche Konstruktion, die den Verschleiß einfach fördert. Die richtige Deutung der Symptome 1. Normale Ankündigung:Beim Beschleunigen aus niedertouringen bis untertourigen Drehzahlen, z.B. nach dem Abbiegen,kommt es zu einem unangenehm unruhigen und hörbaren ruckeln, zuckeln, rappeln und dieseln.Beim ausrollen im Schiebebetrieb (Motorbremse) und Fahrt mit konstanter Motordrehzahlist das eben erwähnte Phänomen aber nicht bzw. erheblich weniger zu bemerken.2. Gesteigerte Form:Unüberhörbare harte Klopfgeräusche, die sich bereits im Leerlauf bei harten Gasstößen aufs heftigstebemerkbar machen. Ebenso beim normalen anfahren an der Ampel, oder erschwerten Anfahrengegen den leichten Widerstand der gezogenen Vorderradbremse.In so einem Fall läßt sich das Antriebszahnrad meistens schon so extrem gegen das Ausgleichselement„verdrehen“, das der Not-Mitnehmerzapfen der Welle bereits innen an die Bohrung des Antriebszahnradschlägt. Die Gummidämpfer sind dann schon so geschrumpft und verhärtet, das sie nahezu keine Funktionmehr haben. Späne der Metallhülsen, die im Kern der Gummidämpfer eingefasst sind, kann man dannmöglicherweise schon vorher beim Ölwechsel aus dem Ölsieb pulen.3. Untrügliches Anzeichen ;-)Ein weiteres untrügliches Zeichen ist es, wenn man bereits einen Verdacht bezüglich ungewöhnlicher Geräusche an seinem Moped hegt, damit bei einer Kawa Fachwerkstatt zwecks Vorführung vorbeifährtund daraufhin eine der nachfolgenden, oder eine ähnliche Aussage bekommt: -    „Das ist bei der Maschine ganz normal – das ist nicht schlimm.“  -    „Tut mir leid, ich kann da überhaupt nichts außergewöhnliches feststellen.“  -    „Tut mir leid, da kann ich SO gar nichts machen.“  -    „Da kann man nur warten, bis sich etwas verabschiedet, sonst wird man nichts finden“  ... was nichts anderes heißt wie: Ich habe keine Ahnung wovon Du redest - du aber erst recht nicht.Darum erzähle ich dir einfach was vom Pferd damit du mich mit dem Käse in Ruhe läßt.  2 Material Zunächst sollte man sich die benötigten Ersatzteile besorgen.Da das Motoröl abgelassen wird, empfehle ich neben einem 4l-Kanister Frischöl SAE10W40auch einen neuen Ölfilter parat zu haben. (Siehe meine Anleitung zum Thema Ölwechsel) Weiterhin sind es vom Kawasaki-Händler eine neue Dichtung für den linken Motordeckel(Lichtmaschinendeckel) und natürlich die vier runden, sowie die zwei gezahnten Gummidämpfer. Teile-Nr.Beschreibung StückEinzelPreisGesamtPreis------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------92160-1582Dämpfer 406,30 EUR25,20 EUR 92075-1748Dämpfer Ausgleichselement 207,61 EUR15,22 EUR 11060-1089LiMa-Deckeldichtung 110,21 EUR10,21 EUR ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Summe Netto (ohne MwSt) 50,63 EUR   3 Werkzeug Um nicht bei Adam & Eva anfangen zu müssen, setze ich eine gewisse Grundausstattung anStandartwerkzeug einfach voraus, da sich ein absoluter Anfänger auch nicht unbedingt als seineerste Tat an die Motorinnereien begeben wird.Wer schon etwas länger schraubt, wird dementsprechend auch meißtens schon eine brauchbare Ausstattung an Werkzeug besitzen.Dementsprechend brauch ich nicht erwähnen, das neben einem Ölmeßbecher, einem Trichter,einer passenden Ölauffangschale, einen kleinen Gummihammer, einem Knarrenkasten, einem SatzRundkopf-Sechskantsteckschlüssel, einem guten Ölfilter-Steckschlüssel, Drehmomentschlüsseln für den Bereich von 20 bis 160 Nm, wieder lösbarer Schraubensicherungslack, etwas Alkohol zum entfetten,fusselfreie Tücher, ein Montageständer, ein ruhiges, trockenes, gut beleuchtetes Plätzchen, ein Radio,sowie etwas zu Essen und zu trinken für die laut Kawasaki 6 Stunden-Operation von Vorteil wären.Wenn man etwas Übung dabei hat und nicht mit Werkzeugen improvisieren muß, geht es aber auch schneller. Meine Bestzeit lag bisher bei etwa 3,5 Stunden – Ohne jede Hast versteht sich. Zusätzlich benötigt man dringend zur Demontage des LIMA-Rotors entweder das srcinalKawasaki-Rotorhaltewerkzeug, oder einen speziellen ganz zufällig passenden Ölfilterschlüsselaus dem Baumarkt, sowie eine gehärtete und abgerundete Abrückschraube M18x1,5x60.  4 Demontage / Montage Zunächst wird nach dem warm fahren der VN die Ölablass-Schraube geöffnet, der alte Ölfilter demontiert,sowie das Ölsieb demontiert und gereinigt. Ist das alte Motoröl (soweit möglich) abgelaufen,kann die Ölablass-Schraube mitsamt neuer Quetschdichtung wieder mit 20 Nm angezogen werden.Den Ölfilter-Motorsitz sauberwischen, die Gummidichtung des neuen Filters mit etwas Öl einstreichenund mit 20 Nm festziehen. Das Ölsieb in der richtigen Reihenfolge (Sieb - Scheibe - Feder - Schraube)wieder einbauen und ebenfalls mit 20 Nm anziehen. Den Deckel des vorderen Kettenrades entfernen und am besten die Umgebung des Ritzels schon malgrob reinigen, damit später kein Schmutz auf die Dichtflächen gelangt. Die Trennstelle von Motor und dem LiMa-Deckel am besten rings herum grob reinigen.Dann die linke Fußraste demontieren und „nach hinten wegklappen“. Jetzt die Kabelbindeschellenunter dem Motor und in der Nähe des Antriebsritzels aufbiegen und alle Innensechskantschraubenvom LiMa-Deckel Entfernen. Man sollte sich dabei merken, das eine der Schrauben vorne am Motor ein kleines bißchen länger ist, als die anderen. Diese später nicht woanders einschrauben!
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