3.2 Kosten und Nutzen des Zusammenlebens Das Leben in einer

 Zoologie

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3.2 Kosten und Nutzen des Zusammenlebens Das Leben in einer Gruppe bringt gewisse Vorteile, aber auch Nachteile. Oft ändern sich die Ausmaße von Kosten und…
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3.2 Kosten und Nutzen des Zusammenlebens Das Leben in einer Gruppe bringt gewisse Vorteile, aber auch Nachteile. Oft ändern sich die Ausmaße von Kosten und Nutzen in Abhängigkeit von der Gruppengröße. Daher gibt es häufig optimale Gruppengrößen. Beispiele für Nutzen des Zusammenlebens: - Schutz vor Feinden Bsp.: Die Zahl erfolgreicher Angriffe von Habichten auf Tauben sinkt drastisch je größer der Taubenschwarm ist. - Größerer Erfolg bei der Jagd Bsp.: Die Erfolgsquote bei der Jagd von einzelnen Schimpansen auf Stummelaffen ist nur mäßig, in einer Gruppe von mehr als sechs Tieren steigt sie aber auf fast 90% - Bessere Verteidigung (von Ressourcen oder Nachwuchs) Bsp.: Nur in großen Lachmöwenkolonien fliegen mehrere Tiere Scheinangriffe gegen Eierdiebe und können diese so vertreiben. Beispiele für Kosten des Zusammenlebens: - Erhöhter Stress Bsp.: Berberaffen zeigen deutlich mehr aggressives Verhalten je größer die Anzahl der Mitglieder in der Gruppe ist. - Erhöhtes Infektionsrisiko Bsp.: In Brutkolonien von Schwalben sind deutlich mehr Nester mit Milben befallen, wenn die Kolonie groß ist. - Konkurrenz um Ressourcen Bsp.: Javaneraffen müssen umso mehr Zeit für die Nahrungssuche aufwenden, je größer ihre Gruppe ist. Beispiele für das Optimalitätsmodell Bei grasfressenden Herdentieren der Savanne (z.B. Zebras) sinkt der Zeitanteil, den die Tiere für das Umherspähen nach Feinden aufwenden müssen, je größer die Gruppe ist. In größeren Gruppen können die Tiere also mehr Fressen und Ruhen. Allerdings sinkt der Zeitanteil, der für das Fressen zur Verfügung steht wieder, wenn die Gruppe noch größer wird. Die Tiere müssen jetzt mehr umherwandern, weil das Gras von einer großen Gruppe schneller gefressen wird als von einer kleinen. Ändern sich äußere Faktoren, ändert sich häufig auch die Gruppengröße. Bsp.: Ist der Druck durch Räuber gering, ist auch der Nutzen einer großen Gruppe gering (man wird sowieso nur selten gefressen). Ist der Druck durch Räuber hoch, hat eine große Gruppe Vorteile gegenüber einen kleinen. Nahrungskonkurrenz Räuberdruck Viele Räuber Wenige Räuber Gruppengröße Optimale Optimale Gruppengröße, Gruppengröße, wenn wenige wenn viele Räuber vorhanden Räuber vorhanden Altruistisches Verhalten Def.: Altruismus: Selbstloses Verhalten zum Nutzen des/der Anderen ohne eigenen Gewinn; Gegenbegriff zu Egoismus. In der Biologie sind in jüngster Vergangenheit nahezu alle Verhaltensweisen, die altruistisch erscheinen, als Strategie entlarvt worden, die eigenen oder sehr ähnliche Gene am Fortbestand zu unterstützen. Bsp.: Buschblauhäher Brütende Paare werden von „Helfern“ bei der Aufzucht der Jungen unterstützt. Die Helfer verhalten sich (scheinbar) altruistisch: Sie wenden Energie auf, haben aber zunächst keinerlei Fortpflanzungserfolg.  Häufig sind die Helfer mit einem Partner des Brutpaars verwandt. Das bedeutet, dass ein Teil der Gene im Nachwuchs mit denen des Helfers identisch ist. Mit der Aufzucht dieser Jungtiere unterstützt der Helfer also die „Fitness“ (im Sinne der evolutionären Fitness) auch seiner eigenen Gene, die sich aber in einem anderen Tier befinden (= indirekte Fitness). Die HAMILTON-Ungleichung beschreibt den Zusammenhang zwischen Kosten und Nutzen von „Helfertum“ und Verwandtschaftsgrad: K
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