0020--Die Konferenz Von Jalta

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Historische Dokumentation: Die Konferenz von Jalta (auch: Krim-Konferenz) war ein diplomatisches Treffen der alliierten Staatschefs Franklin D. Roosevelt (USA), Winston Churchill (Vereinigtes Königreich) und Josef Stalin (UdSSR) im auf der Krim gelegenen Badeort Jalta vom 4. bis zum 11. Februar 1945. Es war das zweite von insgesamt drei alliierten Gipfeltreffen der „Großen Drei“ während des Zweiten Weltkriegs (1939–1945). Themen der Konferenz waren vor allem die Aufteilung Deutschlands, die Machtverteilung in Europa nach dem Ende des Krieges und der Krieg gegen das Japanische Kaiserreich. Ort der Konferenz war der Liwadija-Palast.
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  Die Konferenz von Jalta  (auch: Krim-Konferenz ) war ein diplomatisches Treffen der alliierten Staatschefs Franklin D. Roosevelt  (USA), Winston Churchill (Vereinigtes Königreich) und Josef Stalin (UdSSR) im auf der Krim gelegenen Badeort Jalta vom 4. bis zum 11. Februar 1945. Es war das zweite von insgesamt drei alliierten Gipfeltreffen der „Großen Drei“ während des  Zweiten Weltkriegs (1939  – 1945). Themen der Konferenz waren vor allem die Aufteilung Deutschlands, die Machtverteilung in Europa nach dem Ende des Krieges und der Krieg gegen das Japanische Kaiserreich. Ort der Konferenz war der Liwadija- Palast.  Churchills Plan Churchill schlug eine Zweiteilung Deutschlands in eine nördliche und eine südliche Hälfte vor, bei der Teile Süddeutschlands (Bayern, Pfalz, Baden und Württemberg) mit Österreich und Ungarn zu einer „ Donauföderation “ zusammengeschlossen werden sollten.   Roosevelts Plan Roosevelt favorisierte die Bildung von fünf autonomen Einzelstaaten. Diese sollten jeweils folgende Gebiete umfassen:    Preußen (das heutige Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und das nördliche Sachsen-Anhalt),    Hannover mit Gebieten Nordwestdeutschlands,    Sachsen,    Hessen-Darmstadt vereinigt mit Hessen-Kassel und Gebieten südlich des Mains    sowie ein südlicher Staat aus Bayern, Baden und Württemberg. Außerdem schlug er vor, die Gebiete um Kiel und Hamburg sowie das Ruhr- und Saargebiet unter internationale Verwaltung stellen zu lassen. Das Dreiparteien-Dinner Am Abend des 29. Novembers 1943 überbrachte Churchill Stalin ein Geschenk von König Georg VI. Es handelte sich um ein in Sheffield eigens für den Sieger der Schlacht von Stalingrad angefertigtes Zeremonialschwert, das Schwert von Stalingrad. König Georg VI. hatte es den Bürgern von Stalingrad und allen Bürgern der Sowjetunion gewidmet. Die Übergabe des Schwertes war zunächst für den späten Nachmittag vorgesehen. Mit einer Verspätung von drei Stunden trafen die Delegationen in der Sowjetischen Botschaft zusammen. Eine russische Militärkapelle spielte  God Save the King  und Die Internationale . Churchill, der zu dem Treffen seine blaue RAF-Commodore-Uniform angelegt hatte, nahm das Schwert und übergab es Stalin mit den Worten “I am commanded to present this sword of honor as a token of homage of the British people.”    („Ich bin beauftragt, Ihnen dieses Schwert als Zeichen der Ehrerbietung des britischen Volkes zu übergeben.“) Stalin nahm das in der Scheide befindliche Schwert in seine Hände, küsste es und reichte es an den neben ihm stehenden Marschall Kliment Jefremowitsch Woroschilow weiter. Dem Marschall entglitt das Schwert allerdings, sodass es auf den Boden fiel. [1]    Bei dem anschließenden Abendessen gerieten Churchill und Stalin in Streit. Stalin hatte vorgeschlagen, dass man nach Kriegsende 50.000  – 100.000 deutsche Offiziere umgehend standrechtlich erschießen müsse. Roosevelt hielt den Vorschlag Stalins für einen Scherz und meinte leichthin, dass man der Gerechtigkeit auch mit 49.000 Hinrichtungen dienen könne. Einzig Churchill war strikt dagegen, dass man deutsche Offiziere, die für ihr Land gekämpft hätten, einfach kaltblütig erschießen könne. Er sei dafür, dass all diejenigen, die Verbrechen begangen hätten, zur Rechenschaft gezogen würden, so wie er es auch in der Moskauer Deklaration zugesagt habe. Er widersprach aber heftig, dass man allein aus politischen Gründen deutsche Offiziere hinrichten solle. Churchill erklärte, dass man ihn besser nach draußen bringen und ebenfalls erschießen solle, als dass er der Hinrichtung deutscher Offiziere zustimmen würde. Er verließ wutentbrannt den Raum und konnte erst durch Stalin selbst wieder beruhigt werden, in dem dieser erklärte, dass er den Vorschlag nicht wirklich ernst gemeint habe. [2]   Weitere Ergebnisse der Konferenz Polen, Baltikum, Finnland, Jugoslawien und Iran nach dem Krieg    Festlegung der sowjetisch-polnischen Ostgrenze auf die Curzon-Linie     Rückfall des Gebiets  Białystok  an Polen    Die Sowjetunion erhält hierfür das nördliche Ostpreußen mit Königsberg.     Die Oder soll  –  vorbehaltlich endgültiger Regelungen bei künftigen Verhandlungen  –  neue Grenze zwischen Polen (später der Volksrepublik Polen) und Deutschland werden. [3]      Josip Broz Tito soll als selbständiger alliierter Befehlshaber in Jugoslawien betrachtet werden.    Die Westalliierten bestehen auf der Unabhängigkeit Finnlands.     Stalin lehnt die Wiederholung von Wahlen im Baltikum ab.    Der Iran soll nach Ende des Krieges seine durch die Besetzung durch britische und sowjetische Truppen verlorene Unabhängigkeit zurückerhalten.
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